Mit der Fähre nach Sardinien | Unsere eigenen Erfahrungen & praktische Tipps

Du kannst mit dem Flugzeug nach Sardinien reisen, eine ebenso tolle Alternative ist jedoch die Fähre. Super schön, wenn du mich fragst. Wir sind selbst mit der Fähre nach Sardinien gefahren und alles verlief reibungslos – zudem war es eine richtig schöne Erfahrung. Es gibt mehrere Fährverbindungen nach Sardinien. In diesem Artikel haben wir die wichtigsten Routen für dich zusammengestellt, teilen unsere eigene Erfahrung mit der Fähre nach Sardinien und zeigen dir, wie du direkt ein Ticket buchen kannst. Hast du Fragen? Hinterlasse gerne einen Kommentar unter diesem Artikel, ich antworte so schnell wie möglich!

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Beliebte Fährverbindungen nach Sardinien

Genua – Porto Torres / Olbia
Von Norditalien aus gibt es eine feste Fährverbindung nach Sardinien. Die Überfahrt dauert etwa 10 bis 12 Stunden und findet meistens nachts statt. Genua ist dadurch von Deutschland, den Niederlanden und Belgien gut erreichbar.
Tirrenia und Grandi Navi Veloci bedienen diese Route regelmäßig. Aus diesem Grund ist dies die beliebteste Fährverbindung nach Sardinien bei Reisenden aus Nordeuropa.

Toulon / Nizza – Porto Torres
Auch von Südfrankreich aus kannst du mit der Fähre nach Sardinien fahren. Wir haben diese Route selbst gewählt und empfanden sie als sehr entspannt. Die Überfahrt dauert rund 16 Stunden, startet abends und endet gegen Mittag. Somit handelt es sich um eine klassische Nachtfähre. Diese Verbindung wird unter anderem von Corsica Ferries angeboten und häufig mit einem Zwischenstopp auf Korsika kombiniert. Dabei kannst du einfach an Bord bleiben.

Livorno – Olbia
Eine weitere Möglichkeit ist die kürzere Route ab der Toskana, in der Nähe von Pisa. Die Fähre fährt tagsüber, sodass du die Aussicht vom Deck genießen kannst. Die Überfahrt dauert etwa 6 bis 8 Stunden und wird von Moby Lines sowie Tirrenia angeboten.

Civitavecchia (Rom) – Olbia / Cagliari
Auch vom Hafen bei Rom kannst du mit der Fähre nach Sardinien reisen. Dabei hast du zwei Optionen:
Entweder nach Olbia im Norden Sardiniens (6 bis 8 Stunden, Tagesüberfahrt) oder nach Cagliari im Süden der Insel (Nachtfähre, ca. 12 Stunden). Besonders praktisch ist diese Route, wenn du deinen Sardinien-Urlaub mit einem Städtetrip nach Rom kombinieren möchtest.

Neapel – Cagliari
Von Süditalien aus kannst du außerdem von Neapel nach Cagliari fahren. Es handelt sich um eine Nachtfähre mit einer Überfahrtszeit von etwa 12 Stunden. Allerdings wird diese Route von Reisenden aus Mitteleuropa eher selten genutzt, da der Ausgangspunkt weniger günstig liegt.

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Unsere persönliche Erfahrung mit der Fähre nach Sardinien

Wir sind selbst mit der Fähre nach Sardinien gefahren – zusammen mit unserem Hund und unserem eigenen Auto. Die Tickets haben wir über Direct Ferries gebucht, und alles verlief völlig reibungslos. Übrigens ist die Fähre auch die ideale (und einzige) Option, wenn du mit dem Wohnmobil nach Sardinien reisen möchtest.

Unsere gewählte Route führte von Toulon nach Porto Torres, obwohl Genua unter den Niederländern die beliebteste Route ist. Bei der Ankunft im Hafen war alles klar ausgeschildert. Ein Mitarbeiter überprüfte unsere Boardingkarte und wies uns an, in welcher Spur wir einzuordnen waren. Wichtig: Halte dein Ticket griffbereit – bei uns wurde es insgesamt dreimal kontrolliert.
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Sobald du an Bord bist, folgst du einfach den Anweisungen des Personals und fährst hinter den anderen Autos her. Achte darauf, dass du gut einordnest, denn jeder muss an Bord kommen können. Danach gingen wir nach oben, wo Mitarbeiter schon bereitstanden, um uns zu unserer Schlafkabine zu begleiten. Die Kabine war ordentlich, ein wenig in die Jahre gekommen, aber völlig in Ordnung. Wir hatten ein Etagenbett und ein eigenes Badezimmer.

💡 Lege alles bereit, was du aus dem Auto mit nach oben nehmen möchtest. Einmal an Bord kannst du nicht mehr zum Auto zurück. Ich fand es recht hektisch, da überall laufende Motoren und fahrende Autos waren. Wir hatten eine Tasche mit persönlichen Dingen sowie unsere eigenen Kissen dabei.

An Bord selbst gibt es zahlreiche Einrichtungen: ein À-la-carte-Restaurant, mehrere Bars und Cafés. Unsere Fähre hatte sogar eine Rooftop-Bar, wo wir eine ganze Weile saßen und die Lichter betrachteten. Außerdem kannst du an Deck gehen. Es war ein besonderes Erlebnis, mitten in der Nacht auf dem Mittelmeer zu fahren. Für Hunde gibt es draußen einen winzigen Bereich mit Kunstrasen für ihre Bedürfnisse.

Fähre Sardinien ferry
© nachsardinien.de

Günstige Tickets für die Fähre nach Sardinien buchen

Buche möglichst früh, denn dann bekommst du die besten Preise. Last-Minute-Buchungen sind manchmal möglich, aber nicht garantiert – außerdem kann es sein, dass keine Plätze mehr verfügbar sind.
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Im Sommer solltest du besonders früh buchen, da die Fähren dann sehr gefragt sind. Im Winter fahren hauptsächlich Einheimische, außerdem gibt es deutlich weniger Verbindungen.

Du musst keine Kabine buchen, ich empfehle es aber dringend – vor allem bei Nachtüberfahrten. Ich wollte anfangs darauf verzichten, um Geld zu sparen, bin aber im Nachhinein sehr froh, dass wir eine Kabine hatten. Auf der Rückfahrt hatten wir sogar eine Vierbettkabine mit Fenster – das würden wir jederzeit wieder so machen.

Achte darauf, dass alle Fahrzeugmaße korrekt angegeben sind!
Wir haben unser Dachzelt erst nach der Buchung gekauft und später hinzugefügt. Dafür mussten wir einen Aufpreis zahlen. Zunächst sollte sich der Preis sogar verdoppeln, doch nach Kontakt mit dem Kundenservice zahlten wir am Ende „nur“ ein Viertel extra.

Praktische Tipps für die Überfahrt nach Sardinien

Sei rechtzeitig im Hafen. Denn auf deinem Ticket ist genau angegeben, ab wann du einchecken kannst und bis wann spätestens.

Während der Überfahrt kannst du nicht mehr zum Auto zurückkehren. Deshalb solltest du dir vorher eine Tasche mit allem Nötigen packen. Es ist nicht empfehlenswert, während der Überfahrt noch Dinge zusammensuchen zu müssen – dafür ist es zu eng und manchmal auch etwas chaotisch.

Auf der Hinfahrt hatten wir eine Zweibettkabine mit Etagenbett. Für die Rückfahrt hingegen entschieden wir uns für eine Vierbettkabine mit Fenster. Das war ein voller Erfolg und in unserem Fall nur 10 € teurer. Außerdem konnten wir die Aussicht genießen, zum Beispiel auf die Berge Korsikas.

Ein ganz wichtiger Tipp zum Schluss: Schalte dein Roaming aus! Denn auf See gelten andere Tarife, die extrem teuer sein können. Alternativ kannst du Internet an Bord kaufen – oder die Zeit bewusst offline genießen.

Uberfährt Sardinien

Häufig gestellte Fragen

Was ist die kürzeste Fährüberfahrt nach Sardinien?

Von Livorno und Civitavecchia dauert die Überfahrt nur 6 bis 8 Stunden. Das ist zwar die kürzeste Strecke, allerdings musst du danach noch weiter fahren, sodass sich die gesamte Reisezeit kaum verkürzt.

Braucht man wirklich eine Schlafkabine auf der Fähre nach Sardinien?

Für kurze Überfahrten ist es kein Muss, bei Nachtfähren oder längeren Strecken aber absolut empfehlenswert. Ich liebe Abenteuer (und spare gern Geld), doch die Kabine war definitiv kein Luxus. Es gibt zwar Gemeinschaftsräume zum Schlafen, dort liegt man jedoch auf dem Boden.

Wie viel kostet die Fähre nach Sardinien?

Das hängt stark von der Reisezeit, dem Buchungszeitpunkt, dem Fahrzeugtyp und der Anzahl der Personen ab. Im Sommer sind die Preise höher als im Winter. Mit einem Auto ist es günstiger als mit einem Camper. Wir haben im Winter für eine einfache Fahrt mit zwei Personen, Hund und Auto mit Dachzelt etwa 160 € bezahlt. Die Route von Genua ist oft am günstigsten, die Preise schwanken jedoch stark.
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Fährt die Fähre nach Sardinien auch bei schlechtem Wetter?

Solange es sicher ist, fährt die Fähre. Es kann jedoch sein, dass du vorab eine SMS oder E-Mail mit geänderten Abfahrtszeiten erhältst. Auf unserer Rückfahrt gab es einen heftigen Sturm. Schließlich blieb die Fähre über Nacht im Hafen und fuhr morgens früh über eine andere Route – zum Glück, denn bei diesem Wetter wollten wir wirklich nicht auf See sein.

Darf der Hund mit auf die Fähre nach Sardinien?

Ja! Es gibt spezielle Hundekabinen, in denen dein Hund bei dir schlafen kann. Hunde dürfen nicht im Auto bleiben – was man auch wirklich nicht möchte. Bei der Buchung sind die Regeln klar angegeben, denn auf manchen Routen sind Haustiere nicht erlaubt. Draußen gibt es kleine Bereiche mit Kunstrasen, wo Hunde sich lösen können.

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