Sardinien ist für uns eines der schönsten Reiseziele in Europa zum Schnorcheln. Rund um die Insel findest du Hunderte Buchten mit glasklarem Wasser, felsige Küsten und kleine Strände, an denen du direkt ins Meer waten kannst. An vielen Orten musst du nicht einmal weit schwimmen, um bunte Fische, Seeigel und manchmal sogar einen Oktopus zu sehen. Wir haben an verschiedenen Orten auf Sardinien geschnorchelt und festgestellt, dass jede Bucht ihren ganz eigenen Charme hat. In der einen schnorchelst du zwischen riesigen Felsen und kleinen Höhlen, während du an einem anderen Ort über ausgedehnte Seegraswiesen gleitest. In diesem Guide teilen wir die schönsten Schnorchel-Spots, die wir entdeckt haben, und verraten dir genau, wie du hinkommst.
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Warum ist Sardinien so ein fantastisches Schnorchelziel?
Der größte Vorteil Sardiniens ist das glasklare Wasser. Besonders an der Ostküste, der Nordostküste und rund um geschützte Naturschutzgebiete beträgt die Sicht unter Wasser oft viele Meter. Dadurch siehst du von der Unterwasserwelt extrem viel mehr als an vielen anderen Reisezielen in Europa.
Zudem bietet Sardinien eine unglaublich abwechslungsreiche Küste. Du findest ruhige Sandstrände, an denen Kinder sicher schnorcheln können, aber auch steile Klippen, Höhlen und felsige Buchten, in denen sich besonders viele Fische tummeln. Genau diese Vielfalt macht das Schnorcheln auf Sardinien so aufregend.
Wo kann man auf Sardinien am besten schnorcheln?
Die schönsten Schnorchel-Spots verteilen sich über die gesamte Insel:
- Ost-Sardinien ist bekannt für die Cala Mariolu, Cala Goloritzé und den Golf von Orosei. Hier erwarten dich glasklares Wasser und beeindruckende Felsküsten.
- Nord-Sardinien ist perfekt, wenn du rund um Tavolara, die Cala Brandinchi oder die Inseln des La-Maddalena-Archipels schnorcheln möchtest.
- Südwest-Sardinien punktet mit ganz besonderen Orten wie dem Masua Beach und dem Pan di Zucchero, wo du zwischen gigantischen Felsformationen schnorchelst.
- Nordwest-Sardinien ist ein echter Geheimtipp für alle, die die Klippen und Höhlen von Capo Caccia erkunden wollen.
Die besten Schnorchel-Spots im Norden Sardiniens
Nachfolgend findest du unsere absoluten Lieblings-Schnorchel-Spots auf Sardinien – inklusive Tipps, Informationen zur Erreichbarkeit und tollen Bootstouren, mit denen du die schönsten Orte vom Wasser aus entdeckst.
Tavolara – Schnorcheln im Schutzgebiet von Sardinien
Rund um die Insel Tavolara, vor der Nordostküste Sardiniens, schnorchelst du in einem der saubersten Meeresabschnitte der Insel. Dieses Gebiet steht unter Naturschutz, und das merkt man sofort: Das Wasser ist glasklar und das Unterwasserleben erstaunlich vielfältig. Es überrascht daher nicht, dass dies eines der besten Schnorchelgebiete von ganz Sardinien ist.
Hier begegnest du bunten Fischen, Seeigeln und manchmal sogar kleinen Rochen. Der Meeresboden ist abwechslungsreich: Sand, Felsen und Seegraswiesen wechseln sich ab. Du wirst aus dem Staunen gar nicht mehr herauskommen. In tieferem Wasser schwimmen sogar Barrakudas!
→ Hier Boot- und Schnorcheltour rund um Tavolara buchen – Bei dieser Tour machst du drei Stopps und bekommst die Schnorchelausrüstung gestellt. Die Tour startet morgens, was auch die beste Zeit zum Schnorcheln auf Sardinien ist.


La-Maddalena-Archipel – Inselhopping & Schnorcheln auf Sardinien
Der La-Maddalena-Nationalpark im Norden Sardiniens ist perfekt, wenn du Schnorcheln mit entspanntem Inselhopping verbinden möchtest. Das heißt: kleine Inseln, schneeweiße Strände und Wasser in allen erdenklichen Blautönen. Unter Wasser verändert sich der Boden ständig zwischen Fein sandig, felsig und grün bewachsen.
Meistens schnorchelst du hier im Rahmen eines Tagesausflugs mit dem Boot, inklusive mehrerer Stopps an verschiedenen Inseln wie Spargi und Budelli. Das Wasser ist hier meist sehr ruhig – ideal, um entspannt in die Unterwasserwelt einzutauchen.
→ Hier Bootstour rund um das La-Maddalena-Archipel buchen – Dies ist ein ganztägiger Ausflug per Boot. Du fährst auf einem komfortablen Schiff zwischen den Inseln und Traumstränden hin und her und hast mehrere Badestopps zum Schwimmen und Schnorcheln.
Cala Brandinchi – Bester Schnorchel-Spot für Anfänger
Nicht ohne Grund wird die Cala Brandinchi oft als das „Tahiti Sardiniens“ bezeichnet. Das Wasser ist flach, angenehm warm und so klar, dass du Fische schon ohne Taucherbrille siehst. Die lange, flach abfallende Küstenlinie ist ideal für Anfänger oder Familien mit Kindern. Du kannst weit ins Meer hineingehen, ohne sofort in tiefem Wasser schwimmen zu megen.
Der Meeresboden besteht aus feinem weißen Sand, Seegraswiesen und einzelnen Felsen, in denen sich farbenfrohe Fische und kleine Meeresbewohner verstecken. Da die See meist ruhig ist, hat man fantastische Sichtbedingungen. Ein extrem beliebter und leicht zugänglicher Spot mit tropischem Flair!
→ Reist du mit einem Mietwagen auf Sardinien? Perfekt! Der Strand ist über die SS125 nahe San Teodoro sehr gut erreichbar.
💡 Gut zu wissen: Die Cala Brandinchi gehört zu den beliebtesten Stränden Sardiniens. Das bedeutet, dass von 1. Juni bis 30. September eine Online-Reservierung erforderlich ist. Hier geht’s zur Reservierungsseite. Es gibt noch weitere Strände auf Sardinien mit Reservierungspflicht.

Capo Caccia – Höhlen und Steilküsten nahe Alghero
Das Capo Caccia liegt an der Nordwestküste Sardiniens, ganz in der Nähe von Alghero. Hohe Steilfelsen, tiefblaues Wasser und berühmte Höhlen wie die Neptungrotte (Grotta di Nettuno) prägen die Landschaft. Am besten schnorchelst du hier während einer Bootstour entlang der Klippen, da der Guide genau weiß, wo der Einstieg sicher und lohnenswert ist.
Das Wasser ist kristallklar und voller Leben: Bunte Fische, Seeigel und Anemonen verstecken sich zwischen den Spalten der Felsen. Durch die geschützte Lage sind die Bedingungen oft ideal bei ruhiger See.
Tipp: Dieser Ort ist auch eine absolute Empfehlung, wenn du lieber auf Sardinien tauchen möchtest! Lies dazu auch unsere Tipps für die besten Tauchspots auf Sardinien.
→ Hier Bootstour zum Capo Caccia buchen – Du fährst mit Guide Mario an den imposanten Felswänden entlang und hältst an 2 bis 3 verschiedenen Schnorchelplätzen. Der Guide kennt die besten Ecken in diesem Revier!


Die besten Schnorchel-Spots im Osten Sardiniens
Cala Mariolu – Der schönste Schnorchel-Spot Sardiniens
Die Cala Mariolu ist ein Traumstrand an der Ostküste Sardiniens. Das Wasser leuchtet in strahlendem Blau, und der Strand besteht aus kleinen, weißen Kieselsteinen. Du erreichst ihn nur per Boot oder über einen anspruchsvollen Wanderweg. Für uns ohne Zweifel einer der besten Schnorchel-Spots auf ganz Sardinien.
Unter Wasser erwartet dich ein Paradies: Riesige Fischschwärme ziehen im glasklaren Wasser an dir vorbei. Auch Seeigel und mit etwas Glück neugierige Oktopusse lassen sich erblicken. Entlang der Bucht gibt es zudem kleine Höhlen zu erkunden. Mein Tipp: Schnorchele an den seitlichen Felswänden der Bucht entlang, statt direkt vor dem Strand. Dort ist das Wasser etwas tiefer und das Unterwasserleben noch vielfältiger.
Für uns persönlich gehört die Cala Mariolu zu den schönsten Orten, an denen wir je geschnorchelt haben – vor allem, weil man schon nach wenigen Schritten im Wasser mitten unter Dutzenden Fischen schwimmt. Nimm auf jeden Fall Badeschuhe mit, da das Laufen über die kleinen Kieselsteine ohne Schutz schmerzhaft sein kann.
→ Wir empfehlen diese RIB-Bootsfahrt zu wählen, da du in einer kleinen Gruppe im wendigen Schlauchboot unterwegs bist. Dadurch kommst du viel näher an die Küste des Golfo di Orosei heran als große Ausflugsschiffe und hast deutlich mehr Zeit zum Schnorcheln. Zudem steuert die Tour auch die Cala Goloritzé an.

Cala Goloritzé – Schnorcheln im Osten von Sardinien
Die Cala Goloritzé zählt zu den schönsten Stränden Sardiniens. Hohe Felswände, weißer Kiesel und türkisleuchtendes Wasser treffen hier aufeinander. Das Besondere: Der kleine Strand liegt gut geschützt an der Ostküste und ist nur über eine etwa einstündige Wanderung oder per Boot erreichbar (Boote dürfen allerdings nicht direkt am Strand anlegen).
Für Schnorchler ist dieser Ort fantastisch: viele Fische, versteckte Felsspalten und ein Meeresboden voller Leben. Die Kombination aus steilen Klippen, kleinen Grotten und der unberührten Natur macht das Schnorcheln hier zu einem echten Erlebnis. Da die Bucht streng geschützt ist, ist die Natur besonders intakt geblieben!
→ Hier Bootstour zur Cala Goloritzé buchen – Bei dieser RIB-Speedboot-Tour bist du in einer kleinen Gruppe unterwegs und hältst an mehreren erstklassigen Schnorchel-Spots, darunter auch der Cala Mariolu.


Die besten Schnorchel-Spots im Süden Sardiniens
Masua Beach & Porto Flavia – Schnorcheln im Südwesten Sardinien
Der Masua Beach ist ein einmaliger Ort im Südwesten Sardiniens. Direkt vor der Küste ragt der Pan di Zucchero empor – ein riesiger, monolithischer Felsen im Meer. Für Schnorchler ist die Umgebung ein absolutes Mekka voller Fische, Seeigel und bunter Algen. Sogar kleine Unterwasserhöhlen lassen sich erkunden. Neben Korallenriffen sieht tongue oft Brassen und mit etwas Glück sogar Adlerrochen. Erfahrene Schnorchler können durch einige der flachen Tunnel und Felsbögen schwimmen.
Hier befindet sich auch Porto Flavia – eine historische Verladestation für Erz, die spektakulär mitten in die steile Klippe gebaut wurde und von außen wie ein kleines Schloss wirkt.
→ Hier Bootstour entlang der Felsformationen buchen – Du fährst an beeindruckenden Höhlen vorbei und hast ausgiebig Zeit, um zwischen den Felsen und Fischen zu schnorcheln. Der Ausflug dauert einen halben Tag.

Wann ist die beste Zeit zum Schnorcheln auf Sardinien?
Die Schnorchelsaison reicht von Mai bis Oktober. Im Mai und Juni ist es an den Stränden noch angenehm ruhig und das Wasser erwärmt sich zusehends. Juli und August bieten die höchsten Wassertemperaturen, sind jedoch auch die geschäftigsten Monate. Unser persönlicher Favorit ist der September: Das Meer ist vom Sommer wunderbar warm aufgeheizt, während an den Stränden wieder deutlich mehr Ruhe einkehrt.
→ Du möchtest mehr erfahren? Lies auch unsere Tipps zur besten Reisezeit für Sardinien.
Tipp: Geh am besten morgens schnorcheln! Dann ist das Meer meistens am ruhigsten und die Sichtverhältnisse unter Wasser sind optimal.
Braucht man ein eigenes Schnorchel-Set?
Nicht zwingend. Bei vielen geführten Bootstouren kannst du dir eine Ausrüstung leihen oder sie ist im Preis inbegriffen. Wir empfehlen jedoch, ein eigenes Set aus Maske, Schnorchel und Badeschuhen mitzunehmen. Das sitzt nicht nur bequemer und hygienischer, sondern erlaubt es dir auch, spontan an jeder schönen Bucht ins Wasser zu hüpfen.
Ein Paar Badeschuhe ist übrigens absolut goldwert: An vielen der besten Schnorchelplätze besteht der Untergrund aus Kieselsteinen oder scharfkantigem Fels.
Ist Schnorcheln auf Sardinien sicher?
Im Allgemeinen ist das Schnorcheln auf Sardinien sehr sicher. An den meisten Küstenabschnitten gibt es kaum starke Strömungen und das Wasser ist angenehm ruhig. Wirf dennoch immer einen Blick auf das Wetter und die Wellen, bevor du ins Wasser gehst. Bei starkem Wind oder hohem Wellengang weichst du am besten auf eine windgeschützte Bucht aus.
Achte zudem auf Seeigel. Diese sitzen bevorzugt auf Felsen und Steinen im flachen Wasser, lassen sich beim leichten Schwimmen und mit Badeschuhen aber problemlos meiden.
Häufig gestellte Fragen zum Schnorcheln auf Sardinien (FAQ)
Ja, Schnorcheln auf Sardinien ist absolut sicher. Das Wasser ist meist ruhig und extrem klar, sodass man Hindernisse gut erkennt. Dennoch sollte man immer das Wetter und den Seegang im Auge behalten. Für Anfänger eignet sich ein flacher Sandstrand wie die Cala Brandinchi ideal zum Eingewöhnen.
Wir raten dringend dazu! Viele der schönsten Schnorchel-Spots besitzen Kieselstrände oder felsige Einstiege. Badeschuhe schützen die Füße vor scharfen Steinen und Seeigeln – besonders an Orten wie Cala Mariolu, Cala Goloritzé oder Masua Beach sind sie unentbehrlich.
Nein, zwar leben im Mittelmeer verschiedene Haiarten, diese halten sich jedoch fernab der Küsten in sehr tiefem Wasser auf und stellen keine Gefahr für Schnorchler dar. Beim Schnorcheln triffst du stattdessen auf bunte Fischschwärme, Seeigel, Meerbrassen oder ab und zu auf einen Oktopus.
Das ist möglich, bildet aber eher die Ausnahme. In den Gewässern rund um Sardinien lebt die Unechte Karettschildkröte (Caretta caretta), die sich gelegentlich in Küstennähe zeigt. Es gehört allerdings etwas Glück dazu, einer beim Schnorcheln zu begegnen.
Für Familien ist die Cala Brandinchi die absolut beste Wahl. Das Wasser fällt hier ganz flach ab, ist meist wunderbar ruhig und man muss nicht weit schwimmen, um die ersten Fische zu beobachten. Auch Teile des La-Maddalena-Archipels eignen sich hervorragend für Kinder – besonders im Rahmen einer entspannten Bootstour, bei der an mehreren geschützten Buchten angehalten wird.
Nein, das ist nicht zwingend notwendig. Bei vielen Schnorchel- und Bootstouren kann man sich ein Schnorchel-Set leihen oder bekommt es kostenlos zur Verfügung gestellt. Wir nehmen unsere eigene Maske und den Schnorchel trotzdem immer mit. So können wir an jedem Strand sofort ins Wasser hüpfen und müssen nicht erst nach einem Verleih suchen. Wenn du vorhast, an mehreren Tagen zu schnorcheln, lohnt sich eine eigene Ausrüstung eigentlich immer.
Das hängt natürlich davon ab, was du genau suchst. Wenn wir uns für einen einzigen Ort entscheiden müssten, wäre es die Cala Mariolu. Das Wasser dort ist unglaublich klar und rund um die Felsen wimmelt es nur so von Meeresbewohnern. Suchst du nach einem Ort, der leicht erreichbar ist, oder bist du mit Kindern unterwegs? Dann ist die Cala Brandinchi die bessere Wahl.






