Sardinien ist für viele ein absolutes Traumziel – und auch für einen Urlaub mit dem Wohnmobil oder Camper eine echte Empfehlung! Es gibt reichlich Campingplätze, Stellplätze und die Straßen sind absolut machbar. Wir lieben das Reisen mit dem Camper und Sardinien hat uns wirklich positiv überrascht! In diesem Ratgeber teilen wir unsere Erfahrungen sowie alle praktischen Tipps für eine Wohnmobilreise nach Sardinien.
Achtung! Wir waren sowohl mit einem Fiat Ducato Kastenwagen als ook mit einem 6 Meter langen Alkoven-Wohnmobil auf Sardinien unterwegs. Alle Erfahrungen, die wir hier teilen, basieren also auf unseren eigenen Reisen mit diesen Fahrzeugtypen.
Warum Sardinien ein fantastisches Ziel für eine Wohnmobilreise ist
Unserer Meinung nach gehört Sardinien zu den schönsten Reisezielen für einen Camper-Trip. Die Insel ist groß genug für einen abwechslungsreichen Roadtrip, aber die Distanzen bleiben überschaubar. Unterwegs wechseln sich Traumstrände, Berge und charmante Dörfer ab – kein Tag ist wie der andere.
Zudem gibt es über die ganze Insel verteilt viele Camping- und Stellplätze, sodass du alle Freiheiten hast, deine eigene Route zu gestalten. Besonders außerhalb der Hauptsaison ist eine Reise absolut zu empfehlen.
Mit dem Wohnmobil nach Sardinien: Fähre und Überfahrt
Nach Sardinien reist du mit dem Wohnmobil am besten per Fähre. Von Livorno, Genua, Civitavecchia und aus Frankreich legen täglich Fähren nach Olbia, Porto Torres oder Cagliari ab. Welche Route sich am besten eignet und was die Überfahrt kostet, erklären wir in unserem ausführlichen Ratgeber zur Fähre nach Sardinien.
Die Überfahrt mit dem Camper war für uns super entspannt. Wichtig zu wissen: Während der Überfahrt darf man sich nicht im Fahrzeug aufhalten. Pack dir also vorher eine kleine Tasche mit allem, was du an Bord brauchst.
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Welcher Camper ist für Sardinien geeignet?
Im Prinzip kannst du mit jedem Wohnmobil nach Sardinien reisen. Wir waren zuerst mit einem kompakten Kastenwagen unterwegs, was ideal für die schmaleren Bergstraßen und kleinen Ortschaften war. Später sind wir mit einem 6 Meter langen Alkoven-Mobil zurückgekehrt – auch das war völlig problemlos. Wir konnten fast überall parken, haben uns aber meist für Parkplätze etwas außerhalb der Zentren entschieden.
Wir haben auf Sardinien auch deutlich größere Wohnmobile gesehen. Es geht also absolut! Bei extrem engen Passstraßen ist vielleicht etwas mehr Fahrgeschick gefragt und die Suche nach einem passenden Parkplatz dauert eventuell einen Moment länger.
Wie viele Tage sollte man einplanen?
- Minimum: 7 Tage
- Empfehlung: 2 Wochen
- Ideal: 3 Wochen oder länger
7 Tage auf Sardinien sind wirklich das absolute Minimum. Allein für die Anreise zur Fähre und die Überfahrt geht schon Zeit verloren. Die Insel ist größer als man denkt und man kommt auf den Landstraßen langsamer voran als auf Autobahnen zu Hause.
Für eine komplette Inselrunde empfehlen wir mindestens 3 Wochen. Man kann hier aber auch problemlos einen ganzen Winter verbringen – das steht bei uns als Nächstes auf dem Plan!
Unsere Erfahrungen mit dem Wohnmobil auf Sardinien
Wir waren bereits mehrmals auf Sardinien und haben die Insel zu verschiedenen Jahreszeiten besucht – mit dem Camper vor allem im Herbst, Winter und Frühling. Dadurch haben wir einen sehr guten Eindruck davon gewonnen, wie es sich hier abseits des Sommerrummels reist.
Am meisten hat uns die Ruhe überrascht. Wir hatten befürchtet, dass beliebte Spots – ähnlich wie in Spanien oder Portugal – komplett überfüllt sein würden. In der Realität haben wir selbst an bekannten Orten meist einen ruhigen Camping- oder Stellplatz gefunden. Im Hochsommer sieht das natürlich etwas anders aus.
Auch die Vielfalt hat uns begeistert. An einem Tag fährt man an kristallklaren Buchten und weißen Sandstränden entlang, am nächsten Tag geht es durch die wilde Bergwelt im Landesinneren. Da die Entfernungen überschaubar sind, lassen sich verschiedene Regionen perfekt miteinander kombinieren.
Ein paar Dinge sollte man jedoch beachten: Im Landesinneren sind manche Straßen recht schmal und kurvig. Wenn man entspannt fährt, macht das aber richtig Spaß. Viele Campingplätze schließen außerhalb der Sommersaison (nicht alle!), aber es gibt genügend offizielle Stellplätze und Alternativen.
Würden wir wiederkommen? Ohne Zweifel. Sardinien gehört mittlerweile zu unseren absoluten Lieblingszielen für Wohnmobilreisen. Die Mischung aus ruhigen Straßen, traumhafter Natur, guter Infrastruktur und entspannter Atmosphäre zieht uns immer wieder an.
Unsere Lieblingsorte? Ganz klar das wilde Supramonte-Gebirge, die Westküste rund um Buggerru und Bosa, die Traumstrände bei Cala Gonone und das lebendige Pula im Süden.
Unsere Lieblingsregionen für einen Camper-Roadtrip
Sardinen ist überraschend vielseitig. Jede Region hat ihren ganz eigenen Charakter. Mit dem Camper lässt sich dieser Wandel besonders schön erleben, da man schnell von den Bergen an die Küste wechselt.
Die Westküste
Die Westküste ist eine unserer absoluten Lieblingsregionen. Hier ist es meist ruhiger als an der Ostküste. Es erwarten dich spektakuläre Küstenstraßen, kleine Buchten und charmante Orte wie Bosa oder Buggerru.

Die Ostküste
Perfekt für alle, die Wandern und Traumstrände kombinieren möchten. Von Orten wie Cala Gonone aus kannst du Bootsausflüge zu berühmten Buchten wie der Cala Luna oder Cala Mariolu machen oder im Supramonte-Gebirge wandern gehen. Im Sommer kann es hier allerdings voll werden.
Das Landesinnere
Wer nur an der Küste bleibt, verpasst das eigentliche Herz Sardiniens. Im Landesinneren fährst du durch imposante Berge, vorbeikommend an traditionellen Dörfern. Hier zeigt sich die Insel von einer ganz ursprünglichen Seite. Die Straßen sind kurvig, bieten aber fantastische Aussichten.
Der Süden
Rund um Pula und Chia erwarten dich traumhafte Sandstrände, gemütliche Restaurants und tolle Ausflugsziele. Auch die Inselhauptstadt Cagliari liegt direkt um die Ecke. Für uns die perfekte Region, um ein paar Tage die Seele baumeln zu lassen.
Der Norden
Für viele Wohnmobilfahrer der Startpunkt der Reise, da die meisten Fähren in Olbia oder Porto Torres ankommen. Von hier aus erreichst du schnell die berühmte Costa Smeralda oder das La-Maddalena-Archipel. Besonders in der Nebensaison eine wunderschöne Region.
Welche Region ist die schönste? Das ist schwer zu sagen, da jede ihren eigenen Reiz hat. Uns zieht es jedoch immer wieder an die Westküste. Die Kombination aus Natur, Ruhe und traumhaften Routen entspricht genau unserem Geschmack beim Reisen.
Campingplätze und Wohnmobilstellplätze auf Sardinien
Es gibt eine große Auswahl an Campingplätzen auf Sardinien – von einfachen, naturnahen Plätzen bis hin zu großen Ferienparks mit Poollandschaften.
→ Siehe auch: Unsere Lieblings-Campingplätze direkt am Strand auf Sardinien
Neben Campingplätzen gibt es offizielle Wohnmobilstellplätze (Aree di Sosta) sowie Parkplätze, auf denen das Übernachten geduldet wird. Wir empfehlen für aktuelle Bewertungen und Infos die App Park4night. In der Nebensaison ist das Übernachten abseits offizieller Plätze meist deutlich entspannter als im Sommer.
Schöne Wohnmobilstellplätze:
- Agricamping Il Ruscello – P4N: 41566
- Der Strand von Nora – P4N: 211643 (nur in der Nebensaison, kostenlos)
- Tenuta Naturale Agri Camping – P4N: 483261
- Triei, Ostsardinien – P4N: 155213 (Unbefestigt und kostenlos)
- Orgosolo, Landesinneres von Sardinien – P4N: 96166 (kostenlos)
Unser Tipp: Wenn du an einem Spot übernachtest und Einheimische triffst, grüße sie freundlich. Das zeigt Respekt und Aufgeschlossenheit. Meist merkt man schnell, ob man willkommen ist.

Praktische Tipps für das Fahren auf Sardinien
Die Hauptstraßen sind durchweg in gutem Zustand. Lediglich im Landesinneren trifft man auf engere und kurvige Passagen. Maximale Durchfahrtshöhen und -breiten sind stets gut ausgeschildert – diese Hinweise sollte man unbedingt ernst nehmen.
→ Lies auch unseren ausführlichen Ratgeber zum Autofahren und Parken auf Sardinien mit allen Verkehrsregeln, Parktipps und persönlichen Erfahrungen.
Nützliche Camper-Tipps für Sardinien
Hier sind einige Dinge, die vor der ersten Reise mit dem Wohnmobil nach Sardinien gut zu wissen sind:
- Frischwasser & Entsorgung
Die Versorgung ist überraschend einfach. Entlang der Straßen weisen Schilder regelmäßig auf Ver- und Entsorgungsstationen (Camper Service) hin. - Campingplätze buchen
In der Nebensaison kann man völlig spontan reisen. Für den Hochsommer empfehlen wir jedoch dringend, Plätze an der Küste im Voraus zu reservieren. - Fahren mit großen Wohnmobilen
Die Hauptstraßen sind problemlos zu befahren. Auf schmalen Bergstraßen gilt: Lass dich nicht stressen, fahre vorausschauend und gönn dir die schöne Aussicht. - Parken
An Stränden und Sehenswürdigkeiten gibt es meist ausreichend Parkmöglichkeiten. Einige Plätze sind jedoch eher für Kastenwagen geeignet. Mit größeren Wohnmobilen lohnt sich vorher ein kleiner Check auf Google Maps oder Park4Night. - Schattenplätze
Viele Campingplätze bieten natürlichen Schatten durch Pinien- oder Eukalyptusbäume – im heißen Sommer ein unschätzbarer Vorteil. - Supermärkte
Die Versorgung ist super. In größeren Orten gibt es Supermärkte wie Conad, Eurospin oder Lidl. Oft kann man dort auch günstig tanken. - Internet & Mobilfunk
Der Empfang ist größtenteils sehr gut. Nur in tiefen Tälern oder abgelegenen Bergregionen gibt es mal Funklöcher. Für die Navigation empfehlen wir, vorsichtshalber Offline-Karten (z. B. via Maps.me) herunterzuladen. - Gasversorgung
LPG-Tankstellen sind nicht so flächendeckend vorhanden wie in Deutschland, Österreich oder der Schweiz. Wenn du eine Festtank-Gasanlage nutzt, tanke lieber rechtzeitig nach.
Häufig gestellte Fragen
Freistehen ist auf Sardinien offiziell nicht gestattet. In abgelegenen Regionen und vor allem in der Nebensaison oder im Winter wird das ruhige Übernachten (ohne Campingverhalten) jedoch häufig geduldet, solange man die Natur respektiert und keinen Müll hinterlässt. Im Sommer wird dies strikt kontrolliert.
Ja, Sardinien lässt sich gut mit Hund bereisen. Es empfiehlt sich, vor dem Betreten von Restaurants kurz zu fragen. An vielen Stränden sind Hunde – besonders in der Hauptsaison – tagsüber nicht erlaubt, es gibt jedoch auch ausgewiesene Hundestrände (Spiagge per cani).
Nein, wir fanden die Preise angemessen. Es gibt große Unterschiede zwischen der Haupt- und Nebensaison sowie zwischen Camping- und einfachen Stellplätzen. Die Lebensmittelpreise im Supermarkt ähneln denen in Mitteleuropa.
→ Lies hier unseren Erfahrungsbericht zu den Kosten auf Sardinien
Es gibt eine solide Anzahl an offiziellen kostenpflichtigen Stellplätzen sowie zahlreiche Ausweichmöglichkeiten und Mischparkplätze, die sich gut für eine Übernachtung eignen.



