Im Südwesten Sardiniens liegt Porto Flavia, ein ehemaliger Bergbauhafen, der buchstäblich in eine Felswand hineingebaut wurde. Die Chancen stehen gut, dass du schon einmal Fotos davon gesehen hast. Es ist eine Seite von Sardinien, die viele Menschen nicht kennen, aber wir fanden es absolut lohnenswert, uns dort umzuschauen. Wir haben eine Führung durch die alten Tunnel gemacht und auch eine Bootsfahrt entlang von Porto Flavia und dem Pan di Zucchero unternommen. Unsere Erfahrungen und Tipps teilen wir hier mit dir.
Tipp! Hier findest du unseren kompletten Reiseführer mit allen Sehenswürdigkeiten auf Sardinien
Wo liegt Porto Flavia auf Sardinien?
Porto Flavia liegt an der Südwestküste Sardiniens, ganz in der Nähe des Dorfes Masua und etwa zwanzig Autominuten von Buggerru entfernt. Der Ort ist Teil der Costa delle Miniere, einem Küstenabschnitt, der für seine alten Minen, hohen Klippen und raue Natur bekannt ist. Von Cagliari aus fährst du etwa anderthalb Stunden bis nach Porto Flavia. Vom Parkplatz aus ist es nur noch ein kurzer Spaziergang.
Warum sollte man Porto Flavia besuchen?
In Porto Flavia kann man noch gut erkennen, wie der Bergbau auf Sardinien früher aussah. Anfang des letzten Jahrhunderts wurde hier ein cleveres System gebaut, mit dem das Erz direkt aus der Klippe in die Schiffe geladen werden konnte. Ziemlich beeindruckend, wenn man bedenkt, wie das damals gemacht wurde.
Bei einem Besuch läuft man durch die alten Tunnel und bekommt eine gute Vorstellung davon, wie alles funktionierte. Aber der schönste Moment kommt ganz von allein: Nach einem kurzen Fußweg steht man plötzlich vor den Öffnungen im Fels und blickt direkt auf das offene Meer.
Für uns war genau diese Kombination so faszinierend: Zuerst das Dunkle und Kühle in den Gängen, und danach das gleißende Licht und das tiefblaue Meer. Porto Flavia ist ein Ort, an dem man etwas über die Geschichte lernen und gleichzeitig die fantastische Aussicht genießen kann.

Tickets voor Porto Flavia
Vlak bij de ingang van Porto Flavia vind je Punto Ristoro, een klein kioskje waar je iets kunt drinken of eten voordat je rondleiding begint. Wij vonden dit een verrassend leuke plek om even te zitten. Je kunt hier onder andere terecht voor koffie, een koud drankje en heerlijke Sardijnse borrelplanken met lokale kazen en hammen. Zorg dat je nog wel even de tijd hebt om van het uitzicht te genieten.
Omdat het aantal bezoekers per rondleiding beperkt is, raden wij aan om vooraf tickets te reserveren. Vooral in juli en augustus kunnen populaire tijdsloten snel vol raken. Ook heel belangrijk om te weten is dat de Engelstalige tours alleen op bepaalde tijdstippen worden gegeven: 11 uur, 12 uur, 2 uur, 4 uur en om 6 uur. De rondleiding duurt ongeveer een uur. Zelf vonden wij dat precies lang genoeg. Je krijgt voldoende uitleg zonder dat het bezoek te lang wordt.
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Tickets für Porto Flavia
Direkt am Eingang von Porto Flavia befindet sich der Punto Ristoro, ein kleiner Kiosk, an dem man vor Beginn der Führung etwas trinken of essen kann. Wir fanden das einen überraschend gemütlichen Ort für eine kurze Pause. Hier gibt es unter anderem Kaffee, kalte Getränke und köstliche sardische Aperitif-Platten mit lokalem Käse und Schinken. Plane also ruhig etwas Zeit ein, um die Aussicht zu genießen.
Da die Teilnehmerzahl pro Führung begrenzt ist, empfehlen wir, die Tickets vorab zu reservieren. Besonders im Juli und August können beliebte Zeitfenster schnell ausgebucht sein. Wichtig zu wissen ist auch, dass die englischsprachigen Touren nur zu bestimmten Zeiten stattfinden: um 11:00, 12:00, 14:00, 16:00 und 18:00 Uhr. Die Führung dauert etwa eine Stunde. Für uns war das genau richtig – man bekommt genug Erklärungen, ohne dass es zu langatmig wird.
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Tipp! Versuche, eine Führung am späten Nachmittag zu wählen. Das Licht auf den Klippen und dem Pan di Zucchero ist dann oft am schönsten.
Porto Flavia vom Wasser aus erleben
Obwohl die Führung absolut lohnenswert ist, bekommt man vom Meer aus ein komplett anderes Bild von Porto Flavia. Ehrlich gesagt hat uns das sogar noch besser gefallen als die Tour unter Tage. Die Bootsfahrt fand in einem etwa 8 Meter langen Schlauchboot statt, und wir waren in einer Gruppe von 11 Personen.
Wir wurden zu wunderschönen Orten geschippert, darunter Porto Flavia, der Arco dei Baci und die Grotta del Forno. Außerdem gab es zwei Badestopps bei Cala Domestica und am Pan di Zucchero. Es war einfach großartig, das alles vom Wasser aus zu sehen. Ein großes Plus war auch der hochprofessionelle Skipper, der viel über die Region wusste. Er konnte uns alles genau erklären, und wir konnten zwischendurch viele Fragen stellen.
Der Ausflug, den wir gemacht haben, startete im Hafen von (Link: Buggerru). Dort wird man vom Personal empfangen und freundlich an Bord geholfen.
→ Hier geht es zu der Bootsfahrt entlang von Porto Flavia, die wir gemacht haben


Die Geschichte von Porto Flavia
Bevor Porto Flavia gebaut wurde, war der Transport der Erze ein enorm zeitaufwendiger Prozess. Die Bergleute mussten das abgebaute Material zuerst an die Küste bringen. Anschließend wurde es mit kleinen Booten zu den Frachtschiffen transportiert, die weiter draußen auf dem Meer lagen. Das kostete viel Zeit und war stark vom Wetter abhängig.
Im Jahr 1924 hatte der Ingenieur Cesare Vecelli eine clevere Idee. Er ließ zwei etwa 600 Meter lange Tunnel in die Felswand graben. Der obere Tunnel wurde für die Anlieferung und Lagerung der Erze genutzt. Über große Silos, die in die Klippe geschlagen wurden, konnte das Material dann in den unteren Tunnel geleitet werden. Die Anlage benannte er schließlich nach seiner Tochter: Flavia.

Dort wurde das Erz über ein ausfahrbares Förderbandsystem direkt in die Frachtschiffe geladen. Dank dieser Erfindung ging alles viel schneller: Dauerte das Beladen früher noch mehrere Wochen, war es nun in wenigen Stunden erledigt. Ein enormer Zeitgewinn.

Unsere Erfahrung in Porto Flavia
Wir haben Porto Flavia während eines Roadtrips entlang der Costa delle Miniere besucht. Als wir auf den Parkplatz fuhren, konnten wir den Pan di Zucchero schon in der Ferne sehen.
Schön fanden wir auch, dass direkt neben dem Parkplatz der kleine Strand Spiaggia di Bega sa Canna liegt. Von hier aus hat man einen tollen Blick auf die Küste und kann Porto Flavia aus der Ferne aus den Felsen ragen sehen. Wenn du etwas zu früh für deine Führung da bist, ist das ein schöner Ort, um sich umzusehen oder einen kurzen Spaziergang zu machen.
Die Führung selbst fanden wir sehr spannend. Wir haben schon früher Minen besichtigt, aber diese hier war wirklich besonders interessant. Das lag definitiv auch an dem Guide, der extrem viel Wissen hatte und auf all unsere Fragen eingegangen ist.
Das absolute Highlight bleibt natürlich der Blick aus den Tunnelöffnungen. Man schaut aus der Klippe direkt aufs offene Meer, während Dutzende Meter weiter unten die Wellen gegen die Felsen schlagen.
Was sieht man während der Führung?
Die Tour in Porto Flavia beginnt mit dem Aufsetzen eines Helms und dem Schritt in den kühlen Fels. Man läuft durch einen schmalen Tunnel, in dem es schnell dunkel wird. In den 600 Meter langen Gängen, die einst von Hand und mit Dynamit in den Stein getrieben wurden, erzählt der Guide von der schweren Arbeit der Bergleute und dem Entwurf des Ingenieurs Cesare Vecelli.
Unterwegs passierst du Öffnungen in der Wand: Hier verbergen sich die riesigen vertikalen Silos, in denen einst Tausende Tonnen Erz gelagert wurden und durch die Schwerkraft von selbst in den unteren Tunnel sackten. Am Ende trittst du auf eine in den Fels gehauene Plattform hinaus, mit direktem Blick auf den Pan di Zucchero, der aus dem Meer ragt. Von hier aus kann man gut sehen, wie die Schiffe früher beladen wurden.
Achtung: Porto Flavia kann nur im Rahmen einer geführten Tour besichtigt werden.
Aussicht auf den Pan di Zucchero
Eines der schönsten Highlights in Porto Flavia ist zweifellos der Blick auf den Pan di Zucchero. Dieser riesige Kalksteinfelsen ragt 133 Meter aus dem Meer empor und ist damit die höchste freistehende Felsformation im Mittelmeer.
Von den Tunnelöffnungen aus hat man den vielleicht schönsten Blick auf diesen Giganten. Besonders am späten Nachmittag, wenn die Sonne tiefer steht, ist dies ein fantastischer Ort für Fotos.

Was kann man in der Umgebung noch machen?
Cala Domestica
Etwa zwanzig Autominuten entfernt liegt Cala Domestica, einer der schönsten Strände Südwest-Sardiniens. Die Bucht ist von hohen Kalksteinklippen und kristallklarem Wasser umgeben.
Nebida und Laveria Lamarmora
Auch Nebida liegt ganz in der Nähe. Hier findest du die Ruinen der Laveria Lamarmora, einer ehemaligen Erzwäscherei, die an einer steilen Klippe erbaut wurde.
Buggerru
(Link: Buggerru) ist ein charmantes Dorf etwas weiter nördlich. Hier kann man hervorragend surfen, und von hier aus starten auch de Bootsausflüge entlang von Porto Flavia.
Praktische Informationen zu Porto Flavia
- Lage: Masua, Südwest-Sardinien
- Besichtigung: Nur mit Führung möglich
- Dauer der Führung: ca. 1 Stunde
- Parken: Kostenloser Parkplatz vorhanden
- Beste Reisezeit: April bis Oktober
- Für Kinder geeignet: Ja, obwohl einige Treppen vorhanden sind
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu Porto Flavia
Ja, absolut. Es ist eine der einzigartigsten Sehenswürdigkeiten auf Sardinien. Die Kombination aus Geschichte, Technik und spektakulärer Aussicht macht den Besuch extrem interessant.
Nein. Porto Flavia ist nur im Rahmen einer geführten Tour zugänglich.
Die Führung dauert etwa eine Stunde. Plane inklusive Parken und Fotografieren insgesamt etwa anderthalb bis zwei Stunden ein.
Wir fanden den späten Nachmittag am schönsten, da die tief stehende Sonne die Klippen und den Pan di Zucchero in ein warmes, rötliches Licht taucht.
Ja, das ist sogar einer der schönsten Tagesausflüge im Südwesten Sardiniens. Porto Flavia, Cala Domestica, Nebida und der Pan di Zucchero liegen alle ganz nah beieinander.




