Gola di Gorropu auf Sardinien – Unsere Wandertour-Erfahrung

Die Gola di Gorropu gehört für mich ganz klar zu den schönsten Orten Sardiniens. Ganz ehrlich. Diese gigantische Schlucht wird nicht umsonst als der Grand Canyon Europas bezeichnet. Hohe Felswände, riesige Steinblöcke, absolute Stille – und eine Wanderung, die du am nächsten Tag garantiert in den Beinen spürst. Plane dafür ruhig einen ganzen Tag ein. Und danach am besten erst mal Entspannung.

Was ist die Gola di Gorropu?

Die Gola di Gorropu ist eine beeindruckende Schlucht im Landesinneren Sardiniens, die vom Fluss Flumineddu geformt wurde. An manchen Stellen ragen die Felswände über 500 Meter in die Höhe. Das fühlt sich nicht nur spektakulär an – das ist es auch.

Du wanderst hier buchstäblich zwischen riesigen Kalksteinwänden, über große Felsblöcke und durch eine Landschaft, die aussieht wie aus einem Abenteuerfilm. Kein glatt angelegter Weg, sondern echte, raue Natur. Genau das macht diesen Ort so besonders.

Gola di Gorropu wandern Sardinien
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Wo liegt die Gola di Gorropu?

Die Schlucht liegt im Osten Sardiniens, im Gennargentu-Nationalpark, zwischen den Orten Dorgali und Urzulei.

Der beliebteste Startpunkt ist bei der Ponte di Sa Barva. Und nein – von dort bist du nicht sofort in der Schlucht. Zuerst wanderst du etwa 4,5 Kilometer bergab in Richtung Eingang. Dabei überwindest du rund 700 Höhenmeter. Bergab ist das gut machbar, aber behalte den Rückweg im Hinterkopf.

Du solltest also einen ganzen Tag einplanen:

  • 1,5 bis 2 Stunden Abstieg
  • 2 bis 4 Stunden in der Schlucht (je nachdem, wie weit du gehst)
  • und danach … na ja … der Aufstieg

Wanderung zur Gola di Gorropu

Der Abstieg ist wunderschön: breite Wege, tolle Ausblicke ins Tal und immer tiefer hinein zwischen hohe Felswände.

Aber Achtung:

  • Stabile Wanderschuhe sind kein Luxus, sondern Pflicht
  • Im Sommer wird es sehr heiß (wirklich sehr heiß)
  • Nimm viel Wasser mit – mehr, als du denkst

Technisch ist die Route nicht schwierig, aber unterschätze sie nicht. Vor allem der Höhenunterschied macht sich bemerkbar – besonders auf dem Rückweg.

Wandern in der Schlucht: drei Schwierigkeitsstufen

Unten angekommen erreichst du den Eingang der Gola di Gorropu. Hier zahlst du Eintritt und kannst die Schlucht betreten. Innerhalb der Schlucht gibt es drei Bereiche:

🟢 Grün – leicht
Für fast alle geeignet. Du läufst zwischen hohen Felswänden und über große Steine. Auch mit Kindern machbar, sofern sie ein bisschen klettern können.

🟡 Gelb – etwas anspruchsvoller
Hier musst du häufiger über große Felsblöcke klettern. Immer noch gut machbar, aber eine gewisse Grundfitness ist nötig. Wir haben diesen Abschnitt selbst gemacht und fanden ihn richtig schön. Wir sind zwar begeisterte Wanderer, aber wenn du es bis hierher geschafft hast, sollte das für die meisten machbar sein.

🔴 Rot – nur mit Guide
Dieser Bereich ist nur mit Guide und Ausrüstung zugänglich. Ohne Erfahrung oder Begleitung darf (und sollte) man hier nicht hinein. Zu Recht, denn hier wird es technisch anspruchsvoll. Steht noch auf unserer Bucketlist!

💡 Mit etwas Glück siehst du hier sogar einen Mufflon, ein wildes Bergschaf, das in dieser Region lebt. Keine Sorge – sie sind nicht gefährlich.

Auf eigene Faust oder mit Tour?

Du kannst die Gola di Gorropu problemlos selbstständig besuchen. Die Wege sind gut markiert und der erste Teil der Schlucht ist gut zugänglich.

Es gibt aber auch geführte Touren. Mit einem Guide kannst du tiefer in die Schlucht hinein, also auch den roten Bereich erkunden. Außerdem bekommst du viele spannende Infos und der Transport zur und von der Gola di Gorropu ist organisiert. Touren starten häufig in Dorgali, Urzulei oder Cala Gonone, teilweise geht es (ein Stück) mit dem Jeep.
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Keine Lust auf den Aufstieg? Nimm den Jeep

Das ist vielleicht der beste Tipp überhaupt. Der Rückweg nach oben ist anstrengend: nur bergauf, nach mehreren Stunden Wandern. Die Motivation ist dann oft im Keller.

Die Lösung:
Am Eingang der Schlucht kannst du einen Jeep zurück zum Parkplatz buchen.

  • Kosten: ca. 15 € pro Person
  • Dauer: etwa 1 Stunde
  • In der Hochsaison täglich verfügbar, in der Nebensaison abhängig von Angebot
Gorropu Schlucht Sardinien

Beste Reisezeit für die Gola di Gorropu

Die beste Zeit für einen Besuch ist im Frühling oder Herbst. Im Sommer können die Temperaturen über 35 Grad steigen, was die Wanderung deutlich anstrengender macht. Wir empfehlen ganz klar die Nebensaison: angenehme Temperaturen und deutlich weniger Besucher.

Im Winter kann die Schlucht nach Regenfällen schwer begehbar sein, Wege können rutschig werden. Prüfe immer die Wettervorhersage und informiere dich vor Ort über den Zustand der Wege.

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