Sardinien ist bekannt für sein azurblaues Wasser, traumhafte Strände und charmante Dörfer. Doch wie teuer ist ein Urlaub auf Sardinien wirklich? Ist Sardinien ein teures Reiseziel oder auch für Reisende mit kleinerem Budget geeignet? Die kurze Antwort: Ein Sardinien-Urlaub kann so teuer oder so günstig sein, wie du ihn selbst gestaltest. Mit der richtigen Planung lässt sich problemlos eine fantastische Reise zusammenstellen, die zu deinem Budget passt.
Wie viel kostet die Anreise und der Transport auf Sardinien?
Wie viel kostet ein Flug nach Sardinien?
Von Deutschland, den Niederlanden und Belgien gibt es Direktflüge zu Städten wie Cagliari, Olbia und Alghero. Günstige Fluggesellschaften wie Ryanair und easyJet bieten vor allem außerhalb der Hochsaison preiswerte Tickets an.
Ein Hin- und Rückflug kostet in der Nebensaison oft zwischen 50 und 100 Euro, während die Preise in der Hochsaison auf 300 Euro oder mehr steigen können. Beachte jedoch, dass es in der Nebensaison weniger Direktflüge gibt – häufig ist dann ein Umstieg in Valencia oder Mailand notwendig.
💡 Mehr erfahren? Lies unseren Blog über Fliegen nach Sardinien.
Wie viel kostet ein Mietwagen auf Sardinien?
Ein Mietwagen ist die beste Möglichkeit, Sardinien flexibel zu erkunden. Die Preise liegen meist zwischen 30 und 70 Euro pro Tag, abhängig von Fahrzeugtyp und Anbieter. Hinzu kommen Kosten für Treibstoff und Versicherungen.
Du kannst Sardinien zwar auch ohne Auto bereisen, wir empfehlen es jedoch nicht.
💡 Tipp: Lies unseren Blog über Mietwagen und Autofahren auf Sardinien für praktische Tipps.
Wie viel kostet die Fähre nach Sardinien?
Die Anreise mit dem Auto ist eine gute Alternative, wenn du flexibel reisen möchtest. Von Städten wie Toulon, Genua, Livorno und Civitavecchia fahren täglich Fähren nach Sardinien.
Die Preise liegen je nach Saison und Reederei zwischen 50 und 150 Euro pro Person, oft inklusive Auto.
Mehr dazu findest du in unserem Artikel über unsere eigenen Erfahrungen mit der Fähre nach Sardinien.
Öffentliche Verkehrsmittel auf Sardinien
Du kannst auch die öffentlichen Verkehrsmittel auf Sardinien nutzen – sie sind relativ günstig. In größeren Städten sowie zwischen den Hauptorten sind die Verkehrsverbindungen gut ausgebaut. Während der Hochsaison fahren zusätzlich Busse zu bekannten Stränden. Außerhalb der Saison ist der Fahrplan jedoch eingeschränkt, insbesondere zwischen kleineren Dörfern.
Günstige Unterkünfte auf Sardinien
Sardinien bietet Unterkünfte für jedes Budget – von einfachen Campingplätzen bis hin zu luxuriösen Resorts.
Budgetfreundlich
Günstig übernachten kannst du auf Campingplätzen oder in Agriturismi (Bauernhöfen).
Campingplätze gibt es ab etwa 15 Euro pro Nacht, ein Zimmer im Agriturismo kostet meist ab 50 Euro pro Nacht.
Mittelklasse
Ferienwohnungen und Apartments sind besonders bei Paaren und Familien beliebt. Je nach Lage und Saison zahlst du zwischen 70 und 150 Euro pro Nacht.
Es gibt auch gehobenere Agriturismi mit Pool und sehr gutem Service.
Luxus
Wer es exklusiv mag, findet an der Costa Smeralda Fünf-Sterne-Resorts und Villen. Die Preise beginnen bei etwa 300 Euro pro Nacht und können deutlich höher liegen.
💡 Spartipp: Übernachte in weniger touristischen Regionen wie Südsardinien. Diese Gegend ist wunderschön, authentisch und oft deutlich günstiger.
Wie viel kosten Essen und Getränke auf Sardinien?
Die sardische Küche ist ein echtes Highlight – und gutes Essen muss hier nicht teuer sein.
Essen gehen
Ein Essen in einer einfachen Trattoria kostet im Schnitt 15–25 Euro pro Person, oft inklusive eines Glases Wein. In gehobenen Restaurants solltest du mit 50–100 Euro pro Person rechnen. Viele Restaurants hängen ihre Menüs außen aus – ein Blick auf die Preise lohnt sich. Wir hatten zum Beispiel ein Lieblingsrestaurant in Pula, wo Pizza zwischen 8 und 15 Euro kostete, während andere Restaurants dort deutlich teurer waren.
Preise im Supermarkt
Supermärkte auf Sardinien sind nicht unbedingt günstig. Die Preise sind teilweise etwas niedriger als in Nordeuropa, aber der Unterschied ist gering. Vor allem kleine Dorfläden sind oft teuer. Große Supermärkte in Städten sind preiswerter, besonders bei lokalen Produkten. Im Verhältnis zu den niedrigeren Löhnen in Italien sind Restaurantpreise jedoch erstaunlich fair.
Wie viel kosten Aktivitäten und Sehenswürdigkeiten auf Sardinien?
Sardinien bietet für jeden Geschmack etwas – und viele Erlebnisse sind kostenlos.
Viele Aktivitäten spielen sich auf dem Wasser ab, zum Beispiel Tauchen, Kajakfahren oder Bootstouren.
Ein Ausflug zum La-Maddalena-Archipel ist nicht besonders teuer und wird noch günstiger, wenn du mit der regulären Fähre fährst. Alternativ kannst du in Cala Gonone ein Boot mieten und die Küste auf eigene Faust erkunden.
Natürlich hängt alles davon ab, was du unternehmen möchtest. Wandern in der Natur ist kostenlos, während du für eine Weinverkostung auf Sardinien bezahlen musst. Buche solche Aktivitäten am besten bei lokalen Anbietern – so unterstützt du die regionale Wirtschaft.
Kostenlose Aktivitäten und Sehenswürdigkeiten auf Sardinien
Viele Strände sind frei zugänglich, allerdings zahlst du manchmal für das Parken oder für Liegen und Sonnenschirme. Auch Wandern in den Bergen oder durch Naturparks auf Sardinien wie den Gennargentu-Nationalpark ist eine günstige und lohnenswerte Aktivität.
Tipps zum Geldsparen auf Sardinien
- Reise außerhalb der Hochsaison: Im Mai, Juni und September sind die Preise deutlich niedriger als im Juli und August. Wir waren sogar im Winter dort – dann sind die Preise extrem günstig. Beachte jedoch, dass viele Aktivitäten geschlossen sind und Fähren seltener fahren.
- 💡 Lies hier mehr über unsere Erfahrung mit dem Überwintern auf Sardinien.
- Iss dort, wo die Einheimischen essen: Meide touristische Hotspots. Viele Restaurants bieten mittags ein Tagesmenü für 7–15 Euro an.
- Kaufe auf Märkten und in großen Supermärkten ein: Kleine Dorfläden sind oft teuer. Große Supermarktketten und Wochenmärkte sind günstiger – besonders für lokale Produkte. Importierte Lebensmittel sind meist deutlich teurer.
- Buche frühzeitig: Früh buchen hilft, günstige Flüge und Unterkünfte zu finden. Last-Minute-Angebote können sich lohnen, sind aber nicht für jeden ideal.


