Sardinien ist ein traumhaftes Urlaubsziel – trotzdem gibt es einige Dinge, die du unbedingt beachten und besser vermeiden solltest. Italienische Gewohnheiten, typische Eigenheiten der Insel und Regeln, die man vorher oft nicht kennt. Kein Grund, deinen Urlaub abzusagen, aber sehr hilfreich, sie vorab zu kennen!
Sardinien ohne Auto erkunden
Einer der größten Fehler auf Sardinien ist zu glauben, man könne die Insel problemlos mit öffentlichen Verkehrsmitteln entdecken. Zwar gibt es Busse und Züge, doch diese sind begrenzt, langsam und kaum auf touristische Highlights abgestimmt. Viele der schönsten Strände, Bergdörfer und Naturgebiete sind ohne Auto schlicht nicht erreichbar.
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Wenn du wirklich alles aus deiner Reise herausholen willst, ist ein Mietwagen nahezu unverzichtbar. Ohne Auto verpasst du versteckte Buchten, ruhige Dörfer und traumhafte Panoramarouten im Landesinneren.
Was du auf Sardinien vermeiden solltest: sich auf „wir schauen mal, wie wir hinkommen“ zu verlassen.
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Sardinien im August meiden
Der August ist der wichtigste Ferienmonat in Italien. Rund um Ferragosto zieht es gefühlt das ganze Land an die Küste – und Sardinien gehört zu den beliebtesten Reisezielen. Die Folge: volle Strände, hohe Preise, viel Verkehr und überfüllte Restaurants.
Suchst du Ruhe? Dann reise im Juni oder September. Das Wetter ist weiterhin hervorragend, aber deutlich entspannter. Bist du an Schulferien gebunden, sind die Osterferien oder der Juli eine gute Alternative – selbst dann sind die Preisunterschiede oft enorm.
Reist du trotzdem im August? Buche Aktivitäten wie Bootstouren oder Delfinbeobachtungen unbedingt im Voraus.
Neben dem Andrang sind im August auch die Temperaturen oft extrem hoch. Längere Wanderungen oder Ausflüge werden dadurch schnell anstrengend. Im Hochsommer eignet sich Sardinien vor allem für einen klassischen Strandurlaub mit Sonne, Meer und viel Schatten. In der Nebensaison genießt du angenehmere Temperaturen und eine deutlich entspanntere Atmosphäre.

Nur die bekannten Hotspots besuchen
Costa Smeralda, La Maddalena und andere beliebte Strände sind wunderschön, zeigen aber nur einen kleinen Teil von Sardinien. Wer sich ausschließlich auf die bekannten Sehenswürdigkeiten konzentriert, verpasst das raue Hinterland, authentische Bergdörfer und lokale Restaurants, in die kaum Touristen kommen.
Trau dich, die ausgetretenen Pfade zu verlassen. Genau dort entdeckst du das echte Sardinien. Ein typischer Fehler auf Sardinien ist es, sich nur auf Instagram-Spots zu fixieren und alles andere links liegen zu lassen.
Alles nach nordeuropäischem Zeitplan planen
Auf Sardinien ticken die Uhren anders. Viele Geschäfte schließen mittags von etwa 13 bis 17 Uhr, Restaurants öffnen erst spät am Abend und Termine verzögern sich gern. Wer strikte Planung und absolute Pünktlichkeit gewohnt ist, kann schnell frustriert sein.
Ein wichtiger Sardinien-Tipp: Passe dein Tempo an. Akzeptiere, dass „gleich“ auch „in einer Stunde“ bedeuten kann.
Was du auf Sardinien vermeiden solltest: Stress – du bist im Urlaub!
Alles auf den letzten Drücker buchen
Sardinien ist äußerst beliebt. Hotels und Ferienhäuser sind vor allem in der Hochsaison schnell ausgebucht. Buche daher frühzeitig, um Enttäuschungen zu vermeiden.
Nicht nur Unterkünfte, sondern auch Fähren und Mietwagen sollten rechtzeitig reserviert werden. Die Fähren von und nach Sardinien sind oft Monate im Voraus ausgebucht – genauso wie beliebte Mietwagenmodelle im Juli und August. Wer früh bucht, profitiert meist auch von besseren Preisen.
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Müll am Strand liegen lassen
Sardinien ist bekannt für seine unberührte Natur und das kristallklare Meer. Genau deshalb reagieren Einheimische sehr sensibel, wenn es um Umwelt- und Strandschutz geht. Müll liegen zu lassen wird absolut nicht geschätzt und kann sogar mit Bußgeldern geahndet werden. Abfälle sind schädlich für Natur und Tiere – Schildkröten und Fische können ernsthaft gefährdet werden. Ganz abgesehen davon sieht es einfach unschön aus.
An manchen Stränden gibt es bewusst nur wenige Mülleimer, da sich dort sonst schnell Müllansammlungen bilden. Nimm deinen Abfall daher immer wieder mit.
Müll zu hinterlassen ist etwas, das du auf Sardinien unbedingt vermeiden solltest – aus Respekt und um Ärger zu vermeiden.

Kein Bargeld dabeihaben
Viele Restaurants, Strandbars und kleine Geschäfte akzeptieren ausschließlich Bargeld. Sorge deshalb immer dafür, etwas Cash dabeizuhaben.
In kleineren Orten und abgelegenen Gegenden sind Geldautomaten rar oder manchmal außer Betrieb. Es ist daher sinnvoll, direkt nach der Ankunft auf Sardinien Bargeld abzuheben. Auch manche Tankstellen und Wochenmärkte akzeptieren nur Barzahlung.
Extra-Tipp: Respektiere die lokale Kultur und Regeln
Sardinien hat eine reiche Kultur und viele Traditionen, die deinen Aufenthalt noch besonderer machen. Achte jedoch auf die Einheimischen: Zu lautes Verhalten in kleinen Dörfern oder unangemessene Kleidung in Kirchen gilt als respektlos. In einigen Naturschutzgebieten ist es zudem streng verboten, Sand oder Muscheln mitzunehmen – Kontrollen sind häufig und die Geldstrafen hoch.




