Ist Sardinien mit Kindern eine gute Idee? Absolut. Ein Urlaub auf Sardinien mit Kindern ist ideal, wenn du Strände, Natur und entspannte kleine Orte liebst. Die Insel bietet flach abfallende Strände, viel Platz und eine Kultur, in der Kinder überall willkommen sind. In diesem Artikel erfährst du, warum Sardinien mit Kindern ein so tolles Reiseziel ist, wo du am besten übernachtest und welche Aktivitäten besonders viel Spaß machen.
Sardinien mit Kindern: nach Alter
Nicht jedes Alter hat die gleichen Bedürfnisse. Reist du mit einem Baby, Kleinkind oder Teenager? Dann schau dir auch diese ausführlichen Guides an:
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Warum Sardinien mit Kindern ein perfektes Reiseziel ist
Sardinien ist eines der kinderfreundlichsten Reiseziele in Italien. Die Insel ist sonnig, vergleichsweise bezahlbar und Italiener lieben Kinder.
Außerdem gibt es auf Sardinien viele Strände mit ruhigem und flachem Wasser – perfekt für Familien. Gerade für kleine Kinder ist das ideal: Man kann oft viele Meter ins Meer laufen, ohne dass es sofort tief wird. Beliebte Familienstrände sind zum Beispiel:
- La Cinta (San Teodoro): Breiter Strand, weicher Sand und ruhiges Wasser.
- Spiaggia di Chia: Goldener Sand, flaches Wasser und oft Flamingos in der Nähe.
- Santa Giusta (Costa Rei): Übersichtlich, gut erreichbar und ein ruhiger Strand für Kleinkinder.
- Cala Brandinchi: Fast tropisch blaues Wasser, im Sommer allerdings etwas voller.
Italien ist bekannt für seine kinderfreundliche Kultur – und Sardinien bildet da keine Ausnahme. Kinder sind in Restaurants und Dörfern überall willkommen. Oft geben sich die Mitarbeiter besonders Mühe: ein kleiner Teller, ein Lächeln oder ein Stück Brot für die Kleinen. Das macht den Urlaub deutlich entspannter als in Ländern, in denen Kinder eher nur „geduldet“ werden.

Die besten Orte auf Sardinien mit Kindern
Ostsardinien
Die Ostküste von Sardinien ist besonders schön für einen Urlaub mit Kindern. Es gibt viel Natur und mehrere kinderfreundliche Strände. Gleichzeitig ist es nicht überlaufen, aber es gibt trotzdem genug zu unternehmen.
Cala Gonone ist ein schöner Ort und liegt relativ zentral, sodass du viele Ausflüge in der Umgebung machen kannst.
Ein weiterer Tipp in Ostsardinien ist San Teodoro. Der Ort liegt etwas weiter nördlich und nicht weit vom Flughafen Olbia entfernt. Hier befindet sich auch der große Strand La Cinta – lang, breit und mit flachem Wasser direkt am Ufer. Perfekt für Familien.
Nordsardinien
Der Norden von Sardinien ist die lebhafteste Region der Insel. Hier liegt auch die berühmte Costa Smeralda, die luxuriöse (und teure) Gegend Sardiniens. Mit Kindern würden wir diese Region nicht unbedingt empfehlen.
Viel entspannter ist Palau, von wo aus du auch leicht einen Ausflug zum La-Maddalena-Archipel machen kannst. Eine weitere schöne Option ist Santa Teresa Gallura.
Alternativ kannst du im Nordwesten von Sardinien übernachten. Hier liegt der Flughafen Alghero, der sich gut als Start- oder Endpunkt einer Sardinienreise eignet. Sassari liegt etwas im Landesinneren und Castelsardo gehört zu den schönsten Dörfern der gesamten Insel.
Südsardinien
Der Süden Sardiniens ist weniger bekannt, aber definitiv nicht langweilig. Hier liegt die Hauptstadt Cagliari, die uns positiv überrascht hat.
Villasimius ist eines der schönsten Küstendörfer in Südsardinien und ganz in der Nähe liegt auch Costa Rei.
Der Südwesten Sardiniens ist noch etwas ruhiger. Wir haben selbst eine Zeit lang in Pula überwintert, einem kleinen Ort mit gemütlichem Zentrum. Chia ist ein bekannter Ort in dieser Region und bei Porto Pino findest du einen riesigen Strand.
Wie reist man mit Kindern nach Sardinien (Flug oder Fähre)
Mit dem Flugzeug
Für die meisten Familien ist nach Sardinien fliegen die schnellste und einfachste Option. Von Deutschland, Österreich oder der Schweiz erreichst du die Insel in etwa zwei Stunden.
Die wichtigsten Flughäfen sind:
- Olbia
- Cagliari
- Alghero
Nach der Landung ist ein Mietwagen fast unverzichtbar. Mit Kindern im Auto kannst du dein eigenes Tempo bestimmen und problemlos Strände, Dörfer und Sehenswürdigkeiten kombinieren.
Sardinien ist größer, als viele denken, und die Entfernungen sind nicht mit denen in Mitteleuropa vergleichbar. Deshalb finden wir einen Mietwagen wirklich unverzichtbar.
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Mit der Fähre
Wenn du die Reise als Abenteuer siehst, kannst du auch mit der Fähre aus Italien nach Sardinien fahren – zum Beispiel von Genua, Livorno oder Civitavecchia. Die Überfahrt dauert etwa 7 bis 10 Stunden.
Die Nachtfähre ist oft besonders praktisch: Du kannst an Bord essen, in einer Kabine schlafen und kommst morgens ausgeruht auf Sardinien an. Der Vorteil ist, dass du dein eigenes Auto mitnehmen kannst – ideal für Familien oder wenn du mit dem Wohnmobil nach Sardinien reisen möchtest.
Wir sind selbst mit der Fähre nach Sardinien gefahren – das ist unsere Erfahrung.
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Mietwagen auf Sardinien mit Kindern
Wir beantworten gleich die wichtigste Frage: Ja, du brauchst eigentlich einen Mietwagen, wenn du mit Kindern nach Sardinien reist.
Die Insel ist groß – größer als viele erwarten. Öffentliche Verkehrsmittel sind begrenzt und viele schöne Strände oder Dörfer sind ohne Auto schwer erreichbar.
Mit einem Mietwagen kannst du in deinem eigenen Tempo reisen und verschiedene Orte entdecken. Gerade mit Kindern ist das ideal: Du kannst spontan an einem Strand anhalten, ein Eis im Dorf essen oder schnell zum Supermarkt fahren. Auch wenn du nur an einem Ort übernachtest, ist ein Auto für Tagesausflüge sehr praktisch.
Welche Autos sind für Familien geeignet?
Wir empfehlen meist kein zu großes Auto. In vielen sardischen Dörfern sind die Straßen nämlich schmal und Parkplätze begrenzt.
Gleichzeitig möchtest du natürlich genug Platz für Koffer, Strandtaschen und Kinderwagen haben.
Beliebte Mietwagen für Familien sind zum Beispiel:
- Renault Clio
- Seat Arona
- Citroën C3
Diese Fahrzeuge gehören zur Mittelklasse, fahren komfortabel und bieten ausreichend Platz für eine Familie.
Wo kann man auf Sardinien ein Auto mieten?
Ein Mietwagen ist an allen großen Flughäfen verfügbar, zum Beispiel in:
- Olbia
- Cagliari
- Alghero
Es ist empfehlenswert, den Mietwagen im Voraus online zu reservieren, besonders in der Hochsaison. Dann hast du meist mehr Auswahl und bessere Preise.
Unser Tipp: Sunny Cars
Wir buchen unsere Mietwagen oft über Sunny Cars. Der Anbieter ist bekannt für transparente Preise und guten Service.
Beim Buchen kannst du auch Extras hinzufügen, zum Beispiel:
- Babyschale
- Kindersitz
- Sitzerhöhung
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Wo übernachten auf Sardinien mit Kindern
Die Auswahl ist groß – von einfachen Campingplätzen über Glamping bis zu Agriturismo-Unterkünften mit Tieren. Es kommt vor allem darauf an, welche Art Urlaub du suchst: authentisch, naturverbunden oder komplett entspannt in einem Resort.
Campingplätze
Campingplätze sind bei Familien sehr beliebt. Viele liegen direkt am Meer und bieten schattige Stellplätze, Pools und Spielplätze.
Beispiele sind:
- Camping Village Baia Blu La Tortuga (Norden)
- Tiliguerta Camping Village (Süden)
- Camping Isuledda (Costa Smeralda)
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Glamping
Glamping kombiniert das Naturgefühl des Campings mit Komfort: richtige Betten, Küche und manchmal sogar Klimaanlage. Perfekt für Familien, die Natur mögen, aber auf Komfort nicht verzichten wollen.
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Hotels und Resorts
Es gibt viele Familienhotels, besonders an der Ost- und Nordküste. Sie bieten Pools, Familienzimmer und eine entspannte Atmosphäre.
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Agriturismo
Agriturismo-Unterkünfte sind Bauernhöfe mit Zimmern oder Apartments. Kinder können Tiere füttern, im Garten spielen und du genießt lokale Küche und eine ruhige Atmosphäre.
👉 Die schönsten Agriturismo-Unterkünfte auf Sardinien
Die besten Aktivitäten mit Kindern auf Sardinien
Auf Sardinien wird es mit Kindern garantiert nicht langweilig. Die Insel ist berühmt für ihre Strände, aber es gibt noch viel mehr zu erleben: Bootstouren entlang versteckter Buchten, Höhlenbesuche oder Flamingos in der Natur beobachten.
Auch kleine Dörfer, Märkte und Wasserparks sorgen für Abwechslung im Urlaub.
Bootstour entlang der Küste
Eine Bootstour gehört für viele Familien zu den schönsten Aktivitäten auf Sardinien. Besonders entlang der Ostküste ist die Landschaft spektakulär: steile Klippen, Grotten und kleine Strände, die nur mit dem Boot erreichbar sind.
Viele Familien machen eine Bootstour im Golfo di Orosei. Hier liegen berühmte Strände wie Cala Luna und Cala Mariolu. Während der Tour kannst du schwimmen, schnorcheln und oft auch an Land gehen.
Für Kinder ist ein Tag auf dem Meer oft ein echtes Abenteuer.
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Höhlen besuchen
Eine überraschend spannende Aktivität mit Kindern auf Sardinien ist der Besuch einer Höhle.
Die bekannteste ist die Neptunsgrotte bei Alghero. Sie liegt in einer steilen Klippe und ist entweder über eine lange Treppe entlang der Felswand oder per Boot erreichbar.
Im Inneren erwarten dich riesige Stalaktiten, Stalagmiten und ein unterirdischer See – für Kinder fühlt es sich oft wie eine geheimnisvolle Welt an.
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Flamingos beobachten
Im Süden Sardiniens kannst du oft Flamingos sehen. Rund um den Molentargius-Saline Regionalpark bei Cagliari leben große Gruppen dieser Tiere in den Salzlagunen.
Du kannst hier spazieren oder Fahrrad fahren und mit etwas Glück Dutzende Flamingos beobachten.

Wasserparks
Aquafantasy – Isola Rossa:
Rutschen, Pools und spezielle Kinderbereiche machen diesen Wasserpark zu einem tollen Ausflugsziel für die ganze Familie. Aquafantasy ist eher ein kleinerer, übersichtlicher Wasserpark, was ihn besonders angenehm für Familien mit Kindern macht.
BluFan – Pula:
Dieser Wasserpark ist für alle Altersgruppen geeignet. Es gibt große Rutschen für Kinder ab etwa 10 Jahren, aber auch viele Bereiche für jüngere Kinder. Außerdem findest du hier ein Wellenbad und ein separates Becken für die Kleinsten. Der Park ist sauber, relativ preiswert und ziemlich groß.
Wichtig: BluFan ist nur im Juli und August geöffnet.
Diverland – Quartucciu:
Dieser Wasserpark ist besonders bei Teenagern (und ihren Eltern) beliebt. Die meisten Rutschen sind eher für ältere Kinder geeignet und weniger für Kleinkinder. Es ist ein großer und sehr unterhaltsamer Park mit vielen Pools, Rutschen und Liegen zum Entspannen.
Schnorcheln
Sardinien ist bekannt für sein kristallklares Wasser, was Schnorcheln zu einer perfekten Aktivität mit Kindern macht. Schon direkt vom Strand aus kannst du oft viele Fische entdecken.
Beliebte Schnorchelspots auf Sardinien sind zum Beispiel die Gewässer rund um das La-Maddalena-Archipel. Das Meer ist hier häufig ruhig und besonders klar, sodass Kinder leicht Fische und andere Meerestiere beobachten können.
Dörfer und Märkte besuchen
Neben Natur und Stränden lohnt es sich auch, kleine sardische Dörfer mit Kindern zu besuchen. In vielen Orten gibt es wöchentliche Märkte, auf denen du lokale Produkte, frisches Obst und Souvenirs kaufen kannst.
Orte wie Bosa sind besonders bekannt für ihre bunten Häuser und die gemütliche Atmosphäre. Es macht Spaß, durch die kleinen Gassen zu schlendern, ein Eis zu essen und einfach ein bisschen durch den Ort zu bummeln.
Die schönsten Strände auf Sardinien mit Kindern
Sardinien hat Strände in allen Formen und Größen. Die besten für Familien haben ruhiges Wasser, Schatten und eine Strandbar in der Nähe.
- La Cinta (San Teodoro) – kilometerlang, klares Wasser und lebendige Atmosphäre.
- Spiaggia di Chia – goldener Sand und flaches Wasser.
- Santa Giusta (Costa Rei) – ideal für kleine Kinder.
- Cala Brandinchi – fast tropisch, aber im Sommer früh kommen.
- Marina di Orosei – ruhiger Strand mit viel Platz.
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Essen auf Sardinien mit Kindern
Italien und Kinder – das passt einfach perfekt zusammen. Pizza, Pasta oder Eis gibt es fast überall, und kaum jemand wundert sich, wenn ein Kleinkind mit Spaghetti spielt.
Kindermenüs gibt es selten, aber du kannst einfach eine kleinere Portion von einem normalen Gericht bestellen. Das funktioniert meist besser und schmeckt oft auch besser. Eine „Pasta bianca“ (Pasta mit Butter oder Olivenöl) ist übrigens der Klassiker für viele Familien mit wählerischen Essern.
In Italien wird relativ spät gegessen, aber Kinder sind überall willkommen. Du wirst schnell merken, dass viele Kinder auf Sardinien abends noch lange wach sind – der Tagesrhythmus ist hier einfach etwas anders als in Nordeuropa.
Praktische Tipps für Sardinien mit Kindern
- Sonne: Die Sonne ist stark, also unbedingt Sonnencreme mit hohem Schutzfaktor verwenden.
- Mücken: Vor allem abends aktiv – ein gutes Spray hilft.
- Supermärkte: Ideal für Wasser, Snacks und Windeln.
- Siesta: Viele Geschäfte schließen zwischen 13 und 16 Uhr.
- Medizinische Versorgung: Sehr gut, Apotheken gibt es überall.
Häufige Fragen zu Sardinien mit Kindern
Ja. Viele Strände fallen flach ins Meer ab und Restaurants sind sehr kinderfreundlich.
Mindestens 7 Tage, ideal sind 10 bis 14 Tage, da die Insel sehr groß ist.
Die Ostküste (Orosei, Cala Gonone) und der Norden Sardiniens sind besonders beliebt bei Familien.
