Vor der Nordostküste Sardiniens liegen die La Maddalena-Inseln: ein Gebiet mit kristallklarem, blauem Wasser, markanten Granitfelsen und ruhigen Buchten. Dieses geschützte Naturparadies ist einer der schönsten Orte der Insel, fernab vom Trubel. Ideal, wenn du während deines Sardinien-Urlaubs mehr Natur und Weite suchst. Du kannst den Archipel für einen tollen Tagesausflug besuchen oder auch mehrere Tage dort verbringen. All meine Tipps, wie du nach La Maddalena kommst und was es dort zu erleben gibt, liest du hier!
Was ist La Maddalena Sardinien?
La Maddalena Sardinien ist eine Inselgruppe (Archipel) vor der Nordostküste Sardiniens, mitten im kristallklaren Meer. Das Gebiet besteht aus sieben Hauptinseln und dutzenden kleineren Eilanden. Es erwarten dich traumhafte Strände, Wanderwege durch unberührte Natur und natürlich das berühmte smaragdgrüne Wasser.
Die wichtigsten Inseln von La Maddalena sind:
- La Maddalena (Hauptinsel)
- Caprera
- Budelli
- Spargi
- Santa Maria
- Razzoli
- Santo Stefano
Zusammen bilden diese Inseln den Parco Nazionale dell’Arcipelago di La Maddalena, ein Naturschutzgebiet von etwa 20.000 Hektar. Dieser Nationalpark schützt nicht nur die Inseln selbst, sondern auch das umliegende Meeresgebiet, das reich an besonderer Flora und Fauna ist.
Die größte Insel, La Maddalena, bildet das Zentrum des Archipels. Hier liegt auch das charmante gleichnamige Städtchen mit zahlreichen Restaurants, Geschäften und Unterkünften. Die anderen Inseln sind weitgehend unbewohnt und gerade deshalb so besonders: raue Granitfelsen, versteckte Buchten und Strände, die zu den schönsten von ganz Sardinien zählen.
Das Wasser ist hier so klar, dass man selbst ohne Taucherbrille die bunten Fische vorbeischwimmen sieht. Es ist also der perfekte Ort zum Schnorcheln auf Sardinien!
Wie kommt man nach La Maddalena Sardinien?
Der einzige Weg, um La Maddalena auf Sardinien zu erreichen, ist mit dem Boot. Glücklicherweise ist das einfach und gut organisiert: Vom Hafenstädtchen Palau aus erreichst du die Insel in kürzester Zeit.
Mit der Fähre von Palau nach La Maddalena
Die meisten Besucher nehmen die Fähre von Palau. Die Überfahrt dauert etwa 15 Minuten und es verkehren das ganze Jahr über täglich mehrere Schiffe. In der Hochsaison (Mai bis September) fahren die Fähren sogar alle halbe Stunde, sodass man selten lange warten muss.
Wenn du ohne Auto reist, musst du meistens nicht im Voraus reservieren. Im Sommer ist es mit dem Auto jedoch ratsam. Das kannst du ganz einfach über DirectFerries erledigen.
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Was kostet die Fähre nach La Maddalena?
Die Preise für die Fähre hängen von der Saison ab und davon, ob du ein Fahrzeug mitnimmst. Die folgenden Preise gelten für die Sommersaison (Änderungen vorbehalten):
- Fußgänger: ca. €8,70 (Hin- und Rückfahrt)
- Auto: ca. €20 (Hin- und Rückfahrt – größere Autos sind teurer)
- Wohnmobil: von €4,20 bis €8,20 pro Meter
Kann man ein Auto nach La Maddalena mitnehmen?
Ja, du kannst deinen Mietwagen oder das eigene Auto auf der Fähre mitnehmen. Das ist ideal, wenn du die Insel flexibel erkunden möchtest.
Vorteile eines Autos:
- Du erreichst problemlos abgelegene Strände.
- Du bist nicht auf Taxis oder Touren angewiesen.
- Du kannst direkt weiter nach Caprera fahren (über die Brücke).
→ Du kannst La Maddalena auch mit dem Fahrrad erkunden. Da die Inseln nicht sehr groß sind, lassen sich viele Orte gut mit dem Rad erreichen.
Tagesausflug mit dem Boot nach La Maddalena
Möchtest du dich nicht um den Transport kümmern? Dann kannst du dich für eine organisierte Bootstour nach La Maddalena entscheiden oder selbst ein Boot mieten. Diese Touren starten oft in Palau oder anderen Orten im Norden Sardiniens und führen dich zu verschiedenen Inseln und Stränden.
- Du siehst mehrere Highlights an einem Tag.
- Keine eigene Planung nötig.
- Ideal, wenn du wenig Zeit hast.
→ Lies auch unseren Blogartikel über eine Bootstour nach La Maddalena
Was man auf La Maddalena Sardinien machen kann
Stadt La Maddalena
Die Stadt La Maddalena ist kompakt, charmant und überraschend gesellig. Du schlenderst durch schmale Gassen mit bunten Fassaden, kleinen Boutiquen und über Plätze, auf denen der nächste Espresso nie weit weg ist. Im Hafen wiegen sich traditionelle Fischerboote neben teuren Yachten.
Nimm dir Zeit, trink einen Cappuccino auf einer Terrasse und genieße abends das Essen in einem der vielen Restaurants. Hier isst man so, wie es sein sollte: einfach, frisch und ohne Eile.
→ Fun Fact: Die Hauptinsel heißt La Maddalena, die Stadt heißt La Maddalena und der Archipel heißt La Maddalena. Die Italiener lieben es wohl übersichtlich!

Schnorcheln und Kajakfahren
Eine der schönsten Arten, La Maddalena zu entdecken, ist mit dem Kajak. Du paddelst entlang kleiner Inseln, versteckter Buchten und unentdeckter Strände. Es bleibt genug Zeit zum Schnorcheln – und das lohnt sich hier wirklich, denn rund um La Maddalena tummeln sich unzählige Fische.
Das Highlight der Tour ist meist ein typisch sardischer Aperitivo auf einer kleinen Insel oder am Strand. Lokale Snacks, ein kühler Drink und der Blick auf das türkisfarbene Meer – das ist purer Urlaub!
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Wandern auf Caprera
Caprera ist über eine Brücke mit der Hauptinsel verbunden und wirkt sofort ein Stück wilder. Die Insel ist als die Wanderinsel von La Maddalena bekannt. Sobald du die Brücke überquert hast, kannst du das Auto abstellen und die unbefestigten Pfade erkunden.
Eine der schönsten Routen führt zur Cala Coticcio. Dies ist einer der traumhaftesten Strände Sardiniens und wird oft scherzhaft als das „Tahiti Europas“ bezeichnet. Für den Hin- und Rückweg solltest du etwa 90 Minuten einplanen. Ich empfehle die Nutzung von Maps.Me, da die Route dort am besten markiert ist. Es ist jedoch eine anspruchsvolle Wanderung!
→ Hier kannst du parken
Eine tolle Alternative im Norden von Caprera ist die Wanderung zur Cala Napoletana. Der Weg dauert etwa 45 Minuten und ist mit gutem Schuhwerk prima machbar.

Spiaggia Rosa – Der rosa Strand von Budelli
Der Spiaggia Rosa auf der Insel Budelli ist vielleicht der bekannteste Strand des Archipels. Der Sand hat hier einen auffälligen Rosa-Ton, der durch mikroskopisch kleine Gehäuse und Korallenpartikel verursacht wird.
Da dieser Strand so einzigartig ist, steht er unter strengem Schutz. Seit einigen Jahren ist er für Besucher gesperrt, da zu viele Menschen Sand als Souvenir mitnahmen. Die einzige Möglichkeit, den Strand zu bewundern, ist heute vom Boot aus während einer Tour.

Radfahren oder Roadtrip auf La Maddalena
Eine der besten Möglichkeiten, die Hauptinsel zu erkunden, ist mit dem Fahrrad, Roller oder Auto. Die Insel La Maddalena ist relativ klein und überschaubar, sodass man an einem Tag viel sehen kann.
Mit dem Rad oder Roller fährst du entlang kurviger Küstenstraßen, durch ruhige Dörfer und zu tollen Aussichtspunkten. Besonders außerhalb der Stadt merkt man schnell, wie die Betriebsamkeit der Natur weicht. Ein Fahrrad kannst du bei diesem Verleiher mieten. Wähle am besten ein E-Bike, da es recht hügelig ist!
Mit dem Auto ist es etwas komfortabler und du erreichst auch abgelegene Orte leichter – besonders praktisch, wenn du den ganzen Tag unterwegs bist oder mit mehreren Personen reist. Im Sommer ist die Klimaanlage zudem ein Segen gegen die Hitze.
Die schönsten Strände von La Maddalena
Der La Maddalena-Archipel auf Sardinien ist weltberühmt für seine außergewöhnlich schönen Strände. Denk an weiße Sandbuchten und türkisfarbenes Wasser. Viele dieser Strände liegen auf unbewohnten Inseln und sind nur per Boot oder über Wanderpfade erreichbar.
→ Hier liest du mehr über die schönsten Strände von La Maddalena
Hier sind die Highlights, die du nicht verpassen solltest. Die meisten lassen sich wunderbar mit dem Boot besuchen, was besonders Spaß macht, wenn man sich für einen Tag ein eigenes Boot mietet.
- Cala Santa Maria: Ein flacher, breiter Strand auf der gleichnamigen Insel – perfekt zum Entspannen während eines Inselhopping-Trips.
- Cala Coticcio: Der „Tahiti-Strand“ auf Caprera, umgeben von Granitfelsen. Erreichbar per Boot oder durch eine Wanderung.
- Spiaggia Rosa: Der berühmte rosa Strand auf Budelli (nur vom Boot aus zu besichtigen).
- Cala Corsara: Auf der Insel Spargi gelegen, bietet dieser Ort eine Reihe kleiner Buchten mit weißem Sand. Ein Top-Spot zum Schwimmen und Schnorcheln.
Wie viele Tage braucht man für La Maddalena?
Ideal sind 2 bis 3 Tage. In dieser Zeit kannst du die Hauptinsel erkunden, eine Bootstour machen und die schönsten Strände in Ruhe genießen.
Hast du weniger Zeit? Ein Tagesausflug nach La Maddalena ist machbar, aber man verpasst die Ruhe der Abendstunden. Wenn du nur einen Tag hast, ist eine Bootstour die beste Wahl, um möglichst viel von der Küste zu sehen. Willst du mehr von den Inseln selbst sehen, nimm am besten die Fähre und erkunde die Gegend mit dem Auto oder Fahrrad.
Praktische Tipps für La Maddalena
- Die beste Reisezeit, um den La Maddalena-Archipel zu besuchen, liegt zwischen Mai und September. Im Sommer ist es warm und lebhaft, aber auch recht voll. Im Frühling und Herbst ist es ruhiger und das Wetter immer noch sehr angenehm.
- Sie erreichen die Inseln mit der Fähre von Palau zur Hauptinsel. Die Überfahrt dauert etwa fünfzehn Minuten und es verkehren regelmäßig Boote. Sie können die Fähre problemlos mit einem Mietwagen nutzen.
→ Bestellen Sie hier schon jetzt Ihr Fährticket - La Maddalena hat sogar eine eigene App, in der Sie die schönsten Strände und die besten Spots übersichtlich finden können.
- Auf La Maddalena mieten Sie sich am besten einen Motorroller oder ein Auto, um die Insel zu erkunden (oder Sie bringen das Fahrzeug vom Festland mit). Für die anderen Inseln des Archipels können Sie eine Bootstour buchen.
- Es gibt verschiedene Unterkünfte, von Hotels und B&Bs bis hin zu Ferienhäusern. In der Hochsaison ist es ratsam, weit im Voraus zu buchen, da die besten Plätze schnell ausgebucht sind.
Häufig gestellte Fragen
Nicht unbedingt, aber es ist praktisch. Die Insel ist zwar kompakt, doch einige Strände und Aussichtspunkte liegen etwas zu weit, um sie entspannt zu Fuß zu erreichen. Mit einem Mietwagen oder Roller siehst du mehr in kürzerer Zeit. Bleibst du hauptsächlich in der Stadt und gehst Inselhopping per Boot, kommst du auch ohne Fahrzeug gut zurecht.
Ja, das ist problemlos möglich, und es gibt viele Bootstouren und Tagesausflüge. Hast du mehr Zeit, empfehle ich dir jedoch, länger zu bleiben – zwei bis drei Tage lassen sich hier wunderbar füllen.
Das hängt davon ab, was du suchst, aber meine klare Präferenz ist La Maddalena.
La Maddalena = Natur, Ruhe, klares Wasser und weniger Bling-Bling
Costa Smeralda = Luxusresorts, Yachten und Designer-Sonnenbrillen
Für unberührte Strände und ein entspanntes Tempo gewinnt La Maddalena, für Luxus ist die Costa Smeralda die richtige Adresse.
Im Juli und August: ja, vor allem tagsüber, wenn viele Tagesgäste ankommen.
Im Mai, Juni und September: deutlich ruhiger und mindestens genauso schön.
Tipp: Starte früh am Morgen oder erkunde die Insel später am Tag – die Natur bleibt, der Trubel nicht.
Möchtest du mehr über Sardinien erfahren?
Wir haben bereits viele Artikel geschrieben, damit du bestens für deinen Urlaub vorbereitet bist:




