Während unserer Reise durch Südsardinien haben wir schnell gemerkt, dass dieser Teil der Insel ein ganz anderes Flair hat als der Norden. Während die Costa Smeralda für Luxusyachten und mondänen Glamour bekannt ist, zeigt sich der Süden von seiner natürlichen, wilden und entspannten Seite. Natürlich sind die Strände Südsardiniens in der Hochsaison ebenfalls gut besucht, dennoch wirkt alles ein Stück authentischer. In diesem Beitrag zeige ich dir die schönsten Strände in Südsardinien – inklusive praktischer Tipps zu Anreise, Parken und Ausstattung vor Ort.
Tipp! Fast alle Strände in diesem Artikel haben wir mit dem Mietwagen besucht. Das ist auch wirklich die einfachste Möglichkeit, Südsardinien zu erkunden. Wir buchen selbst immer über Sunny Cars, weil alle wichtigen Versicherungen direkt enthalten sind und wir damit sehr gute Erfahrungen gemacht haben. Das ist auch ideal für die anderen Sehenswürdigkeiten in Südsardinien.
Top 10 der schönsten Strände in Südsardinien (+ Karte)
- Spiaggia di Chia
- Punta Molentis
- Spiaggia di Tuerredda
- Porto Pino
- Spiaggia Su Giudeu
- Cala Pira
- Spiaggia del Poetto
- Cala Cipolla
- Porto Giunco
- Spiaggia La Salina
Spiaggia di Chia: Einer der schönsten Strände Südsardiniens
Der Strand von Chia gehört zu den bekanntesten Stränden Sardiniens. Der breite Sandstrand wird von hohen Dünen eingerahmt und das Meer leuchtet in verschiedenen Blau- und Grüntönen. Das macht Chia ideal für Familien, aber auch für alle, die einen entspannten Tag am Meer verbringen möchten.
Chia liegt etwa 50 Kilometer südwestlich von Cagliari und ist mit dem Auto einfach zu erreichen. Im Sommer gibt es mehrere kostenpflichtige Parkplätze nahe am Strand (ca. 5 bis 7 Euro pro Tag). Vor Ort findest du Strandbars, einen Verleih für Sonnenschirme und Duschen.
Unser Tipp: Der Ausblick vom Torre di Chia. Nach einem kurzen Aufstieg blickst du über die gesamte Küste und siehst erst, wie weitläufig dieses Gebiet ist.

2. Punta Molentis: Eine der schönsten Buchten bei Villasimius
Punta Molentis gehört für uns zu den schönsten Strände im Südsardinien. Die kleine Bucht liegt zwischen Granitfelsen und bietet auf der einen Seite klares, blaues Meer und auf der anderen Seite eine ruhige Lagune. Der Strand ist zwar nicht besonders groß, wirkt aber fast tropisch – perfekt für schöne Fotos.
Punta Molentis liegt etwa zehn Autominuten von Villasimius entfernt und ist nur mit dem Auto erreichbar. Im Sommer gibt es eine maximale Besucherzahl, um die Natur zu schützen. Dadurch sind die Parkplätze schnell voll. Komm am besten früh am Tag, denn eine Reservierung ist nicht möglich. Am Parkplatz zahlst du eine Tagesgebühr und läufst dann in wenigen Minuten zum Strand.
In der Hauptsaison gibt es eine kleine Strandbar sowie einen Verleih für Liegen und Schirme. Die Ausstattung ist jedoch überschaubar. Nimm daher ausreichend Wasser und Essen mit, wenn du den ganzen Tag bleiben möchtest.
Unser Tipp! Klettere auf die Felsen an der Seite der Bucht. Von dort hast du einen fantastischen Blick über den Strand und das azurblaue Meer – defensiv einer der besten Aussichtspunkte im Süden.

3. Spiaggia di Tuerredda: Einer der beliebtesten Strände der Insel
Viele halten Tuerredda für den schönsten unter den Stränden Südsardiniens. Er stand auch auf unserer Liste ganz oben und hat uns nicht enttäuscht. Der Strand liegt in einer halbmondförmigen Bucht, umgeben von grünen Hügeln. Das Wasser ist so klar, dass man selbst in vielen Metern Entfernung problemlos den Grund sieht. Bei unserem Besuch wurde es schnell voll, die Stimmung blieb aber angenehm und entspannt.
Tuerredda liegt zwischen Chia und Teulada direkt an der Küstenstraße. Es gibt zwei große Parkplätze, die im Sommer jedoch rasch voll sind (Parkgebühr ca. 8 bis 10 Euro pro Tag). Am Strand gibt es Restaurants, Bars und einen Verleih für Strandliegen. Durch die gute Infrastruktur kann man hier problemlos den ganzen Tag verbringen. Im Juli und August wird es sehr voll, früh ankommen lohnt sich also.
Achtung! In der Hochsaison gehört Tuerredda zu den Stränden auf Sardinien, für die man vorab reservieren muss.

4. Porto Pino: Unser Favorit im Süden Sardiniens
Porto Pino ist ein langer Küstenabschnitt und gehört ohne Zweifel zu den beeindruckendsten Stränden Südsardiniens. Hier findest du den vielleicht weißesten Sand im Süden. Wir haben vorher zwischen Porto Pino und Tuerredda geschwankt, würden uns im Nachhinein aber jederzeit wieder für Porto Pino entscheiden. Nicht weil das Wasser schöner ist, sondern weil man hier viel leichter ein ruhiges Stück Strand findet.
→ Du kannst hier Flamingos sehen! Sie sind nicht immer da und wir hatten diesmal kein Glück, aber sie leben in der Umgebung.
Der Strand liegt etwa 80 Kilometer von Cagliari entfernt und ist gut mit dem Auto erreichbar. Entlang der Küste gibt es verschiedene Parkplätze (meist 5 bis 7 Euro pro Tag). Porto Pino ist mit Strandbars, Toiletten sowie Verleih von Schirmen und Liegen ausgestattet. Nimm am besten Flip-Flops oder Badeschuhe mit, da der Sand in den Dünen im Sommer sehr heiß werden kann.


5. Su Giudeu Beach: Weitläufiger Sandstrand bei Chia
Su Giudeu ist einer der bekanntesten Strände in Südsardinien und liegt direkt neben Chia. Der breite Strand ist bekannt für seinen goldenen Sand, das kristallklare Wasser und die Dünen im Hintergrund. Da der Strand sehr groß ist, wirkt er selten überfüllt. Zudem sieht man hier häufig Flamingos in den Lagunen.
Tipp! Bei Ebbe kannst du zu Fuß zur kleinen Insel Isola Su Giudeu hinüberlaufen. Eine schöne kleine Aktivität während des Strandtags.
Su Giudeu liegt etwa eine Autostunde von Cagliari entfernt und ist leicht zu erreichen. Direkt hinter dem Strand gibt es mehrere kostenpflichtige Parkplätze. In der Hauptsaison findest du hier Strandbars, Restaurants, Toiletten und einen Verleih für Liegen und Schirme. Weil das Wasser flach abfällt, eignet sich der Strand auch sehr gut für Familien mit Kindern.


6. Cala Pira: Eine traumhafte Bucht für Strände in Südsardinien
Zwischen den Hügeln nördlich von Villasimius liegt Cala Pira – ein echter Geheimtipp, wenn du ruhigere Strände in Südsardinien suchst. Die Bucht mit feinem Sand und klarem Wasser ist überschaubar, aber wunderschön. Vom Strand aus blickt man auf einen alten Wachturm, der über der Bucht steht.
Die Anfahrt ist recht schmal und der Parkplatz klein – auch hier gilt: Wer früh kommt, parkt entspannter. Außer einem kleinen Kiosk in der Hochsaison gibt es kaum Einrichtungen. Wir hatten eigene Verpflegung dabei und sind am Ende viel länger geblieben als geplant, weil es einfach so ruhig und schön war.
Tipp! Hier kann man sehr gut schnorcheln. Rund um die Felsen gibt es viele Fische und Seesterne. Nimm also unbedingt dein Schnorchelset mit.
→ Mehr Tipps zum Schnorcheln und die besten Schnorchelspots auf Sardinien

7. Spiaggia del Poetto: Der lange Stadtstrand von Cagliari
Poetto Beach ist mit über acht Kilometren Länge der bekannteste Strand von Cagliari und wahrscheinlich der am einfachsten erreichbare Strand in Südsardinien. Erwarte hier keine verlassene Naturbucht, sondern eine lebendige Promenade mit Beachbars, Restaurants und guter Stimmung.
Bei unseren Besuchen in Cagliari sind wir am späten Nachmittag oft noch kurz zum Poetto gelaufen, um den Sonnenuntergang zu genießen und direkt am Wasser etwas zu essen. Vom Zentrum aus läuft man etwa eine Dreiviertelstunde, du kannst aber auch einfach den Bus oder das eigene Auto nehmen. Der Strand liegt etwa zehn Autominuten vom historischen Zentrum Cagliaris entfernt und ist auch mit dem Bus sehr gut erreichbar.
Entlang der Promenade gibt es viele Parkplätze, die im Sommer allerdings schnell belegt sind. Die Ausstattung ist komplett: Liegenverleih, Duschen, Toiletten, Bars und Wassersportmöglichkeiten sind vorhanden. Durch das flach abfallende Wasser ist Poetto auch eine gute Wahl für Familien mit kleineren Kindern.
Suchst du nach einem ruhigen Naturstrand? Dann sind Chia oder Porto Pino die bessere Wahl. Möchtest du einen Strandtag mit einem Besuch in Cagliari verbinden, ist der Spiaggia del Poetto perfekt.

8. Cala Cipolla: Versteckte Bucht bei Chia
Von Chia aus sind wir noch ein paar Minuten weitergefahren und bei Cala Cipolla gelandet – einer kleinen Bucht, die fast versteckt zwischen den Felsen liegt. Vom Parkplatz aus läufst du in etwa 10 Minuten zum Strand. Der Strand selbst ist klein und daher schnell voll, aber am Morgen fühlt es sich hier fast wie privat an. Das glasklare Wasser macht Cala Cipolla zu einem perfekten Ort zum Schnorcheln und Fische Beobachten.
Im Sommer ist das Parken kostenpflichtig und es gilt meist ein Tagestarif von etwa fünf Euro. Die Einrichtungen sind überschaubar: Es gibt einen kleinen Kiosk für Kaffee und einen Verleih für Liegen mit Sonnenschirmen, aber es ist schlau, eigenes Essen und Trinken mitzunehmen. Es ist ein kleiner Strand, also sorge dafür, dass du nicht zu spät kommst.
Hast du Lust auf eine kleine Wanderung? Dann macht es Spaß, zum Capo Spartivento hochzulaufen. Du wanderst nämlich auf die Klippen und hast unterwegs fantastische Ausblicke.
Tipp! Wenn du am Strand nach rechts gehst, gibt es eine Art natürlichen Pool zwischen den Felsen. Dort kannst du die Fische besonders gut schwimmen sehen. Auch für Schnorchler ist das ein super Spot.

9. Porto Giunco: Einer der bekanntesten Strände bei Villasimius
Porto Giunco ist ohne Zweifel einer der schönsten Strände bei Villasimius. Der breite Sandstrand ist bekannt für seinen blütenweißen Sand, das türkisblaue Wasser und die große Lagune direkt hinter dem Strand. In dieser Lagune leben regelmäßig Flamingos, was einen Besuch noch ein Stück besonderer macht. Zudem ist dies auch ein sehr kinderfreundlicher Strand auf Sardinien, da das Wasser nur sehr langsam tief wird.
Der Strand liegt etwa fünf Autominuten vom Zentrum von Villasimius entfernt und ist mit dem Auto oder Fahrrad leicht zu erreichen. Im Sommer zahlt man für den Parkplatz und es kann schon früh am Tag voll werden. Entlang des Strandes findest du verschiedene Strandbars, Restaurants sowie einen Verleih von Liegestühlen und Sonnenschirmen.
Unsere Empfehlung ist es, auch die kurze Wanderung zum Torre di Porto Giunco zu machen. Von diesem alten spanischen Wachturm hast du eine wunderschöne Aussicht auf den Strand und die Lagune. Besonders am Morgen, wenn das Meer noch spiegelglatt ist und die Farben am schönsten wirken, ist das einer der tollsten Aussichtspunkte in Südsardinien.

10. Spiaggia La Salina auf der Halbinsel Sant’Antioco
Der Spiaggia La Salina gehört zu den schönsten Stränden auf der Halbinsel Sant’Antioco und ist ein super Spot, wenn du dem Trubel der bekannteren Strände entkommen möchtest. Der breite Sandstrand fällt flach ins Meer ab. Das Wasser ist klar und seicht, was ihn auch zu einer tollen Wahl für Familien mit kleinen Kindern macht. Durch die ruhige Lage geht es hier selbst im Sommer entspannt zu. Vom Strand aus hast du außerdem einen schönen Blick über die Bucht und die umliegenden Hügel.
Der Spiaggia La Salina liegt an der Ostküste von Sant’Antioco, etwa zehn Autominuten vom gleichnamigen Ort entfernt. Du kannst dein Auto auf einem Parkplatz direkt in Strandnähe abstellen und läufst von dort aus in wenigen Minuten in den Sand. In der Hauptsaison gibt es eine Strandbar, Toiletten und die Möglichkeit, Liegen und Sonnenschirme zu leihen.
Unser Tipp: Komm am späten Nachmittag hierher. Das Licht wird dann weicher, die meisten Tagesgäste fahren nach Hause und du kannst die Aussicht auf das azurblaue Meer in aller Ruhe genießen.
Beste Reisezeit für die Strände in Südsardinien
Die besten Monate für einen Besuch der Strände Südsardiniens sind Mai, Juni und September. Das Wetter ist dann schon herrlich warm, das Wasser glasklar und der Trubel hält sich meist noch in Grenzen. Juli und August sind Hauptsaison: Die Strände sind voller und das Parken kann schwierig werden, aber es ist auch die Zeit, in der auf der Insel am meisten los ist. Im Oktober wird es ruhiger, aber das Wetter reicht oft immer noch perfekt für Strandtage.
→ Mehr über die beste Reisezeit für Sardinien erfahren?
Unsere Erfahrung! Wir haben die Strände im Juni besucht und das war ideal. Es war warm genug zum Schwimmen, aber der große Ansturm von Juli und August fehlte noch. In diesen Sommermonaten kann es nämlich ziemlich voll und heiß werden, besonders bei Tuerredda und Villasimius. Der September ist eine ebenso gute Alternative: Das Wasser ist noch wunderbar warm und die Stimmung spürbar entspannter.
Mietwagen buchen für die Strände in Südsardinien
Südsardinien erkundest du am besten mit einem Mietwagen. Die meisten Strände liegen etwas abgelegener und sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur schwer zu erreichen. Denke daran, immer Sonnencreme, ausreichend Wasser und Snacks mitzunehmen, da nicht jeder Strand eine umfassende Gastronomie hat. Ein Schnorchelset lohnt sich definitiv: Das Unterwasserleben ist wunderschön, besonders rund um die Felsen bei Cala Cipolla und Tuerredda.
→ Wir buchen unser Auto immer über Sunny Cars. Damit haben wir durchweg gute Erfahrungen gemacht und bezahlen nie zu viel – erst recht nicht gemessen an dem, was man geboten bekommt.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Viele halten den Spiaggia di Tuerredda für den schönsten Strand, aber wir fanden auch Cala Cipolla und Porto Pino wirklich einzigartig. Es kommt ganz darauf an, ob du eine idyllische kleine Bucht oder einen großen, weitläufigen Sandstrand bevorzugst.
Ja, im Sommer allerdings fast immer gegen Gebühr. Rechne mit etwa fünf bis zehn Euro pro Tag. Bei den kleineren Buchten wie Cala Cipolla und Cala Pira sind die Parkplätze begrenzt. Im Winter parkst du eigentlich immer kostenlos.
Ja, die meisten Strände Südsardiniens sind sehr familienfreundlich. Besonders Chia, Tuerredda und Su Giudeu bieten ruhiges Wasser und feinen Sand. An den größeren Stränden sind im Sommer zudem Rettungsschwimmer vor Ort.




