Die sardische Küche: Das sind unsere Lieblingsgerichte und Spezialitäten

Sardinien hat eine ganz eigene Esskultur. Ja, es gibt dort natürlich auch Pizza und Pasta, aber die Küche bietet noch so viel mehr als das. Bei uns zu Hause steht Frank am liebsten in der Küche, weshalb wir auch regelmäßig nach neuen Gerichten und Zutaten Ausschau halten, die er zu Hause nachkochen kann. In diesem Artikel nehme ich dich mit durch typisch sardische Gerichte und gebe dir ein paar praktische Tipps.

Typische sardische Gerichte, die du probieren musst

Culurgiones: Sardische Pasta mit einer besonderen Form

Culurgiones sind gefüllte Teigtaschen aus Sardinien, und ich bestelle sie regelmäßig, wenn wir auswärts essen. Die Füllung besteht meistens aus Kartoffeln, Pecorino-Käse, frischer Minze und manchmal auch ein wenig Ricotta. Die Teigtaschen werden von Hand geformt und anschließend in Salzwasser gekocht.

Es ist also eigentlich gar nicht so schwer. Gut, ich habe leicht reden, denn ich esse sie meistens nur auf und stehe nicht selbst in der Küche, um sie zuzubereiten. Du kannst lernen, wie man sie macht, indem du zum Beispiel einen Kochkurs in Cagliari besuchst.

Porceddu: Das Spanferkel am Spieß

Porceddu ist eine der bekanntesten Fleischspezialitäten Sardiniens. Es handelt sich um ein Spanferkel, das langsam gebraten wird – traditionell über einem Holzfeuer. Die Haut wird schön knusprig, während das Fleisch innen zart und saftig bleibt. In vielen traditionellen Restaurants wirst du eine Art Grillstelle sehen, an der das Ferkel am Spieß dreht.

Seadas: Ein sardisches Dessert mit Honig

Wer auf Sardinien gerne etwas Süßes bestellt, muss unbedingt Seadas probieren. Das sind große, frittierte Teigtaschen mit einer Käsefüllung, die warm mit Honig serviert werden.

Für uns klang die Kombination aus Käse und Honig in einem Dessert erst etwas ungewöhnlich. Aber es war überraschend lecker! Die meisten Seadas werden mit Schafskäse zubereitet, wobei manche Regionen oder Familien dem Rezept ihre ganz eigene Note verleihen.

Seadas typisch gerichte sardische

Sardische Produkte, die du mit nach Hause nehmen willst

Eines der schönsten Dinge am Reisen ist es, neue Geschmackswelten zu entdecken, die du zu Hause noch einmal genießen möchtest. Die sardische Küche ist nicht allzu kompliziert, sodass du sie wunderbar selbst ausprobieren kannst. Mit ein paar typischen Zutaten bringst du ein Stück der Insel direkt in deine eigene Küche.

Denk zum Beispiel an Pane Carasau, das hauchdünne, knusprige Brot, das zu fast allen Mahlzeiten passt. Oder an Pecorino Sardo, einen Schafskäse, der hervorragend zu Pasta oder auf eine Platte mit lokalen Spezialitäten passt. Auch Malloreddus, Bottarga und Mirto sind typisch sardische Produkte, die du unbedingt probieren solltest.

Zum Glück musst du nicht alles im Koffer mit nach Hause schleppen. Es gibt auch deutsche Online-Shops, bei denen du sardische Produkte bestellen kannst. Perfekt, wenn Frank etwas Sardisches auf den Tisch zaubern möchte oder du nach deinem Urlaub einfach noch ein bisschen in Erinnerungen schwelgen willst.

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Die sardische Küche selbst entdecken

Möchtest du während deines Urlaubs mehr probieren als nur die Gerichte auf der Speisekarte? Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die sardische Küche besser kennenzulernen. Du kannst über einen lokalen Markt schlendern, ausgiebig in einem Agriturismo essen oder bei einem Kochkurs selbst in die Küche eintauchen. Besonders Letzteres finde ich genial, wenn du – genau wie Frank – gerne kochst und zu Hause etwas Neues ausprobieren möchtest.

Einen Kochkurs auf Sardinien besuchen

Ein Kochkurs ist eine tolle Möglichkeit, die sardische Küche kennenzulernen. Du lernst nicht nur, wie ein Gericht zubereitet wird, sondern entdeckst auch, welche Zutaten dazugehören und welche Techniken von Generation zu Generation weitergegeben werden.

Es gibt zum Beispiel Workshops, in denen du lernst, wie man Culurgiones selbst macht. Das ist eine ganz schön knifflige Handarbeit, denn die Teigtaschen werden von Hand verschlossen. Andere Kurse konzentrieren sich auf verschiedene Sorten frischer Pasta, die du im Anschluss natürlich auch selbst probieren darfst.

Bei diesem Kochkurs in Cagliari lernst du beispielsweise, traditionelle Culurgiones zuzubereiten. Übrigens kannst du solche Kurse an vielen verschiedenen Orten auf der Insel machen, darunter Olbia, Alghero, Orosei und Dorgali.

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In einem Agriturismo essen (und schlafen!)

Wenn du die sardische Küche entdecken möchtest, solltest du unbedingt auch mal in einem Agriturismo essen gehen. Das ist eine Kombination aus Bauernhof und Unterkunft, wobei wir immer öfter sehen, dass es sich dabei nicht mehr um einen aktiven Bauernhof handelt.

Oft kommt man wegen eines ausgiebigen Essens dorthin, bei dem zahlreiche Gänge serviert werden. Freu dich auf lokale Pasta, Fleischgerichte, Käse und süße Spezialitäten. Die genauen Gerichte variieren je nach Region und Jahreszeit.

→ Sieh dir hier unsere Liste unserer Lieblings-Agriturismos auf Sardinien an

Stöbere über einen lokalen Markt

Ich finde es im Urlaub immer super, kurz über den lokalen Markt zu schlendern. Du siehst dort nicht nur, was gerade Saison hat, sondern bekommst auch einen tollen Eindruck von den Produkten, die die Menschen auf der Insel täglich nutzen.

In Cagliari kannst du zum Beispiel die Markthalle San Benedetto besuchen. Dort findest du unter anderem Fisch, Fleisch, Obst, Gemüse, Brot und lokale Käsesorten. Bist du eher im Norden von Sardinien unterwegs? Dann ist der Markt in San Pantaleo wirklich sehr zu empfehlen.

Die lokale Küche in einem Restaurant probieren

Natürlich kannst du auch einfach in ein Restaurant eintreten und etwas bestellen, das du noch nicht kennst. Blicke über den Tellerrand von Pizza und Pasta Bolognese hinaus und halte auf der Speisekarte nach typisch sardischen Gerichten Ausschau.

Bestelle zum Beispiel Malloreddus, probiere Culurgiones oder runde deine Mahlzeit mit Seadas ab. An der Küste erwarten dich außerdem zahlreiche Fischgerichte, während du in anderen Teilen der Insel eher traditionelle Fleischgerichte findest.

Mein Tipp! Scheue dich nicht zu fragen, was die Spezialität des Hauses ist. Auf diese Weise entdeckst du manchmal Gerichte, von denen du vorher noch nie gehört hast. Und bist du irgendwo auf etwas Leckeres gestoßen? Dann kannst du zu Hause mit sardischen Zutaten versuchen, diese Aromen noch einmal auf den Tisch zu zaubern.

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