Für uns entfaltet die Costa Smeralda ihren wahren Charme vor allem dann, wenn man sie nicht einfach nur als eine lange Strecke am Stück abfährt. Die Küste ist zwar relativ kompakt, aber zwischen Porto Cervo, San Pantaleo und den vielen Traumstränden gibt es unglaublich viele Orte, an denen man problemlos einen halben Tag verweilen kann. Wir empfehlen daher, sich mindestens drei Tage Zeit zu nehmen. In diesem Routenvorschlag zeigen wir Ihnen, wie wir einen Roadtrip an der Costa Smeralda gestalten würden – inklusive unserer liebsten Stopps, Strände, Hotel-Empfehlungen und praktischen Tipps für den Mietwagen.
Die Costa Smeralda Route im Überblick
| Tag | Route & Programm | Übernachtung |
|---|---|---|
| 1 | Olbia – San Pantaleo – Porto Cervo | Porto Cervo/San Pantaleo |
| 2 | Capriccioli – Spiaggia del Principe – Liscia Ruja | hetzelfde |
| 3 | Baja Sardinia – Arzachena – Capo d’Orso | Palau |
| 4 | La Maddalena | Palau |
| 5 | Extra Strand / Ausflug | Palau |
Unser Tipp: Sie haben nur drei Tage Zeit? Dann entscheiden Sie sich einfach zwischen Tag 3 und Tag 4 aus unserer Übersicht. Stehen Ihnen fünf Tage zur Verfügung? Nutzen Sie die Zeit für einen extra entspannten Strandtag an der Smaragdküste.
Costa Smeralda Roadtrip: Tag für Tag
Die Costa Smeralda lässt sich in wenigen Tagen wunderbar erkunden. Wir persönlich würden dafür mindestens drei Tage einplanen. Mit vier oder fünf Tagen haben Sie noch etwas mehr Flexibilität, um einen entspannten Strandtag oder einen Bootsausflug einzubauen, ohne von einem Ort zum nächsten hetzen zu müssen.
Tag 1: Olbia → San Pantaleo → Porto Cervo
Starten Sie Ihren Roadtrip in Olbia. Wenn Sie mit dem Flugzeug anreisen, können Sie Ihren Mietwagen direkt am Flughafen abholen. Wir würden nicht allzu viel Zeit in Olbia verbringen, aber ein kurzer Bummel durch das historische Zentrum lohnt sich. Spazieren Sie beispielsweise über den Corso Umberto und werfen Sie einen Blick in die eindrucksvolle Basilica di San Simplicio.
Von Olbia aus fahren Sie in etwa einer halben Stunde nach San Pantaleo. Dieses kleine Künstlerdorf gehört für uns zu den schönsten Orten in diesem Teil Sardiniens. Der zentrale Dorfplatz versprüht eine wunderbare Atmosphäre, es gibt viele charmante Boutiquen und Sie genießen einen spektakulären Blick auf die imposanten Granitberge der Gallura.
Haben Sie noch etwas Zeit? Planen Sie eine kleine Wanderung in der Umgebung ein oder lassen Sie auf einer der gemütlichen Terrassen einfach die Seele baumeln.
Anschließend geht es weiter nach Porto Cervo, dem wohl berühmtesten Ort der Costa Smeralda. Hier dreht sich alles um den exklusiven Yachthafen, Luxusboutiquen und fantastische Aussichtspunkte. Porto Cervo eignet sich hervorragend für einen mehrstündigen Spaziergang, allerdings würden wir dafür nicht den ganzen Tag einplanen.
Übernachten: San Pantaleo oder Porto Cervo. Wir würden aufgrund des einzigartigen Flairs persönlich eine Unterkunft in der Umgebung von San Pantaleo bevorzugen.
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Tag 2: Die schönsten Strände der Costa Smeralda
Heute steht der Tag ganz im Zeichen der Traumstrände. Es ist unmöglich, alle Strände der Costa Smeralda auf einmal zu besuchen – wählen Sie daher lieber zwei oder drei Favoriten aus.
Die Spiaggia del Principe gehört zu den bekanntesten Stränden der Region und liegt wunderschön versteckt zwischen den Felsen. Auch Capriccioli ist eine hervorragende Wahl: Hier erwarten Sie gleich mehrere kleine Buchten direkt nebeneinander. Eine weitere beliebte Option ist Liscia Ruja, ein etwas weitläufigerer Strand mit kristallklarem Wasser und traumhafter Kulisse.
Unser Tipp: Versuchen Sie nicht, so viele Strände wie möglich abzuhaken. Suchen Sie sich lieber ein paar aus und genießen Sie entspannt die Zeit vor Ort. In der Hauptsaison lohnt es sich zudem, früh am Morgen anzureisen, da die Parkplätze schnell belegt sein können.
Unser persönlicher Favorit: Wenn Sie einen kleinen, überaus fotogenen Strand suchen, sollten Sie zur Spiaggia Piccolo Romazzino fahren. Sie erreichen diesen versteckten Spot über eine kleine Gasse neben einer Villa. Der Ort besteht aus zwei Strandabschnitten – um zum zweiten zu gelangen, müssen Sie über ein paar Steine klettern und wandern. Glauben Sie uns: Der Weg lohnt sich definitiv!
Lieber auf das Wasser? Sie können diesen Tag natürlich auch zu einem reinen Bootstag umgestalten. Eine Bootsfahrt entlang der Küste ist eine fantastische Möglichkeit, versteckte Buchten zu erreichen, die auf dem Landweg mit dem Auto nicht zugänglich sind.
Übernachten: Bleiben Sie einfach in derselben Unterkunft wie in der ersten Nacht.



Tag 3: Baia Sardinia → Arzachena → Capo d’Orso
Heute geht es weiter in Richtung Baia Sardinia, einem gemütlichen Badeort mit schöner Promenade, einladenden Terrassen und tollen Stränden. Der perfekte Ort für einen entspannten Start in den Tag.
Anschließend können Sie nach Arzachena weiterfahren. In der näheren Umgebung befinden sich beeindruckende archäologische Stätten, darunter die Nuraghe La Prisgiona und das Gigantengrab Tomba dei Giganti di Coddu Vecchiu. Vor allem wenn Sie neben Traumstränden auch etwas über die faszinierende Geschichte Sardiniens erfahren möchten, sind das großartige Stopps.
Am Spätnachmittag fahren Sie weiter in Richtung Palau. Machen Sie unterwegs Halt am Capo d’Orso, dem berühmten Granitfelsen in Form eines Bären. Besonders rund um den Sonnenuntergang ist dieser Ort ein absolutes Highlight.
Übernachten: Palau. Der Ort eignet sich hervorragend als praktische Basis für den Ausflug am nächsten Tag nach La Maddalena.
Hotels in der Nähe von Palau und Capo d’Orso
- Luxus: Boutique-Hotel in den Bergen
- Budget: Kleines, gemütliches Bed & Breakfast in Palau
- Mittelklasse: Eigenes Ferienhaus in Palau
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- Budget: Kleinschalige bed & breakfast in Palau
- Middenklasse: Eigen vakantiehuis in Palau
Tag 4: La Maddalena
Von Palau aus gelangen Sie ganz einfach mit der Fähre auf die Hauptinsel La Maddalena. Sie können Ihren Mietwagen mitnehmen und die Insel auf eigene Faust erkunden. Das ist besonders praktisch, wenn Sie flexibel verschiedene Strände und Aussichtspunkte ansteuern möchten.
Eine fantastische Alternative ist ein organisierter Bootsausflug durch den La-Maddalena-Archipel. Dabei gleiten Sie an mehreren Inseln vorbei und legen unterwegs tolle Stopps zum Schwimmen und Schnorcheln ein. Für einen rundum entspannten Urlaubstag ist das unserer Meinung nach eine wunderschöne Option.
→ Hier die Bootsausflüge nach La Maddalena ansehen
Übernachten: Palau.
Tag 5: Ein zusätzlicher Tag an der Costa Smeralda
Haben Sie fünf Tage Zeit? Dann verplanen Sie den Tag am besten nicht mit noch mehr Sehenswürdigkeiten an der Costa Smeralda. Gerade an der Costa Smeralda tut ein extra ruhiger Tag unglaublich gut.
Sie können an Ihren Lieblingsstrand zurückkehren, einen Bootsausflug machen oder einen Ort besuchen, für den in den ersten Tagen keine Zeit blieb. Auch die Cala di Volpe, die Grande Pevero oder ein weiterer Vormittag in San Pantaleo sind wunderbare Optionen.
Wir würden diesen Tag vor allem nutzen, um das Tempo etwas herauszunehmen. Schließlich muss man bei einem Roadtrip nicht jeden Tag einen neuen Punkt auf der Liste abhaken.

Was kostet ein Roadtrip an der Costa Smeralda?
Die Costa Smeralda ist nicht unbedingt als der günstigste Teil Sardiniens bekannt. Besonders im Juli und August können Hotels, Restaurants und Aktivitäten ziemlich teuer werden. Mit etwas cleverer Planung lassen sich die Kosten jedoch gut im Rahmen halten.
Für einen 5-tägigen Roadtrip für zwei Personen sollten Sie etwa mit folgenden Ausgaben rechnen:
| Kostenpunkt | Richtwert für 2 Personen |
|---|---|
| Mietwagen | €200 – €400 |
| Kraftstoff | €50 – €80 |
| Hotel / Ferienhaus | €500 – €1.000 |
| Essen und Trinken | €250 – €500 |
| Aktivitäten | €100 – €250 |
| Fähre La Maddalena | €50 – €100 |
| Totaal | ± €1.150 – €2.330 |
Das sind natürlich nur Richtwerte. In der Hochsaison können vor allem Unterkünfte und Mietwagen deutlich teurer sein. Wenn Sie in der Vor- oder Nachsaison reisen, eine Ferienwohnung wählen und nicht jeden Abend aufwendig essen gehen, können Sie die Gesamtkosten spürbar senken.
Wo lässt sich sparen?
Die Unterkunft ist wahrscheinlich der größte Kostenfaktor. Wenn Sie nicht mitten in Porto Cervo übernachten, sondern beispielsweise in San Pantaleo, Arzachena oder Palau, buchen Sie oft deutlich günstiger.
Auch ein kleiner Mietwagen reicht für diese Route völlig aus. Einen großen SUV brauchen Sie hier wirklich nicht.
Zudem müssen Sie für Aktivitäten keineswegs jeden Tag Geld ausgeben. Die schönsten Strände und Dörfer können Sie problemlos auf eigene Faust besuchen. Wir würden eher einen tollen Bootsausflug einplanen, anstatt täglich organisierte Exkursionen zu buchen.
Tipp: Sie möchten wissen, wo man am besten übernachtet? Werfen Sie auch einen Blick auf unsere liebsten Hotels und Ferienhäuser an der Costa Smeralda
Mietwagen für die Costa Smeralda
Für diesen Roadtrip ist ein Mietwagen im Grunde unverzichtbar. Die schönsten Strände, Dörfer und Aussichtspunkte liegen an der Costa Smeralda verteilt und lassen sich mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur schwer miteinander verbinden.
Wir empfehlen, den Wagen direkt am Flughafen Olbia abzhulen. Von dort aus sind Sie im Handumdrehen an der Costa Smeralda und können Ihre Reise ohne Zeitverlust starten.
Ein Kleinwagen oder ein Kompaktklasse-Fahrzeug ist unserer Meinung nach die beste Wahl. Die Küstenstraßen sind stellenweise kurvig und an beliebten Stränden kann das Parken eng werden. Mit einem wendigen Auto sind Sie deutlich flexibler unterwegs.
Stellen Sie sich im Juli und August auf ein hohes Verkehrsaufkommen ein – eine frühzeitige Buchung ist in der Hauptsaison dringend zu empfehlen. Vor allem bei sehr gefragten Stränden lohnt es sich, morgens früh aufzubrechen.
✓ Unser Tipp: Achten Sie beim Mieten nicht nur auf den reinen Preis, sondern vor allem auf den Versicherungsschutz und die Selbstbeteiligung. Wir persönlich entscheiden uns lieber für ein Fahrzeug, bei dem hier rundum für Absicherung gesorgt ist.
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→ Werfen Sie einen Blick auf unsere Tipps zum Mietwagen buchen auf Sardinien

Praktische Tipps für das Autofahren an der Costa Smeralda
Das Fahren an der Costa Smeralda ist absolut unkompliziert, allerdings kann es im Sommer deutlich lebhafter zugehen, als man vielleicht erwartet. Die Straßen entlang der Küste sind stellenweise kurvig und an den beliebten Stränden sind die Parkplätze schnell belegt. Mit diesen Tipps holen Sie das Beste aus Ihrem Roadtrip heraus:
→ Lesen Sie auch unsere Tipps zum Autofahren auf Sardinien
Morgens früh aufbrechen
Besonders im Juli und August kann es an den bekannten Traumstränden ziemlich voll werden. Wir empfehlen daher, an Strandtagen lieber früh zu starten. Das erspart Ihnen nicht nur zähfließenden Verkehr auf den Küstenstraßen, sondern auch unnötigen Stress bei der Parkplatzsuche. Bei Stränden wie Capriccioli und der Spiaggia del Principe sind die Stellplätze begrenzt und kostenpflichtig.
Engpässe und kurvige Straßen einplanen
Die Hauptverbindungsstraßen lassen sich hervorragend befahren, allerdings werden die Zufahrten zu einigen Stränden deutlich schmaler. Manche Abschnitte sind zudem unbefestigt, wie etwa die Zufahrtsstraße zur Liscia Ruja. Fahren Sie hier entspannt und lassen Sie sich Zeit.
Nicht zu viel in einen Tag packen
Auf der Karte wirken die Entfernungen extrem kurz, aber Sie sind nicht auf schnellen Autobahnen unterwegs. Kombinieren Sie lieber zwei oder drei Orte, die nahe beieinander liegen, anstatt fünf verschiedene Strände an einem einzigen Tag abzuhaken.
Parkplatzsituation beachten
An den gefragten Stränden ist das Parken fast durchgehend kostenpflichtig und in der Hauptsaison sind die Stellplätze rasch ausgebucht. Stellen Sie Ihren Wagen nur auf ausgewiesenen Parkflächen ab und beachten Sie die lokale Beschilderung – so vermeiden Sie, dass ein schöner Strandtag mit einem Bußgeld endet.
ZTL-Zonen berücksichtigen
In vielen italienischen Ortschaften gibt es verkehrsberuhigte Zonen, die sogenannten ZTL (Zona a Traffico Limitato). Fahren Sie dort niemals ohne Genehmigung hinein – auch dann nicht, wenn Ihr Navigationssystem diese Route anzeigt. Die jeweiligen Zufahrtsbestimmungen sind direkt auf den Verkehrsschildern ausgewiesen.
Den Moment genießen
Die Costa Smeralda ist kein Reiseziel, um so schnell wie möglich von A nach B zu hetzen. Gerade die kleinen Panoramastraßen, spektakulären Aussichtspunkte und spontanen Zwischenstopps machen den Reiz dieses Roadtrips aus. Wir empfehlen daher, sich auf weniger Stationen zu konzentrieren und diese dafür intensiv zu genießen, anstatt täglich einen strammen Zeitplan abzuarbeiten.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Theoretisch können Sie die gesamte Costa Smeralda an einem einzigen Tag durchfahren. Für einen entspannten Roadtrip empfehlen wir jedoch mindestens 3 Tage. So bleibt genug Zeit, die Strände, Dörfer und Aussichtspunkte ohne Hektik zu genießen. Haben Sie 4 oder 5 Tage Zeit? Dann können Sie einen Tag für die La-Maddalena-Inseln einplanen oder zusätzliche Stopps wie San Pantaleo und Cala di Volpe einbauen.
Nein. Der öffentliche Nahverkehr ist in diesem Teil Sardiniens stark eingeschränkt, und viele der schönsten Strände sowie Aussichtspunkte sind ausschließlich mit dem Auto erreichbar. Ein Mietwagen gibt Ihnen die Freiheit, im eigenen Tempo zu reisen und auch abgelegenere Orte zu entdecken.
Die Costa Smeralda gehört zu den teuersten Regionen Sardiniens. Vor allem Hotels, Restaurants und Strandliegen an den beliebten Küstenabschnitten sind spürbar teurer als im Rest der Insel.



